OneDrive bleibt auch 2026 Microsofts wichtigster Cloud-Speicherdienst – mit deutlich veränderten Speicherplänen im Vergleich zu den Anfangsjahren. Was früher einmal 15 GB kostenloser Speicher waren, wurde bereits 2016 auf 5 GB reduziert. Heute sieht die OneDrive-Landschaft völlig anders aus.
OneDrive 2026: Das sind die aktuellen Speicherpläne
Microsoft hat die OneDrive-Struktur in den letzten Jahren mehrfach angepasst. Kostenlose Nutzer erhalten weiterhin 5 GB Speicherplatz – ein Wert, der angesichts heutiger Datenmengen ziemlich knapp bemessen ist. Ein einzelnes 4K-Video vom Smartphone kann bereits mehrere Gigabyte groß sein.
Die kostenpflichtigen Pläne haben sich dagegen deutlich entwickelt. Microsoft 365 Personal bietet 1 TB Speicher für etwa 7 Euro monatlich, Microsoft 365 Family sogar 6 TB (1 TB pro Person, bis zu 6 Personen) für rund 10 Euro monatlich. Zusätzlich sind die kompletten Office-Anwendungen enthalten.
OneDrive vs. Konkurrenz: Wo steht Microsoft heute?
Im direkten Vergleich mit Google Drive (15 GB kostenlos) und Dropbox (2 GB kostenlos) liegt OneDrive im Mittelfeld. Interessant wird es bei den Premium-Angeboten: Während Google One 100 GB für 2 Euro monatlich anbietet, setzt Microsoft auf das Komplettpaket mit Office-Integration.
Der große Vorteil von OneDrive liegt in der nahtlosen Windows-Integration. Seit Windows 10 ist OneDrive direkt ins Betriebssystem eingebaut. Mit Windows 11 wurde diese Integration noch weiter vertieft. Dateien lassen sich automatisch in der Cloud speichern, ohne dass ihr bewusst daran denken müsst.
KI-Features revolutionieren OneDrive
Seit 2023 hat Microsoft massiv in KI-Features investiert. Copilot ist mittlerweile tief in OneDrive integriert und kann eure Dateien analysieren, zusammenfassen und durchsuchbar machen. Ihr könnt beispielsweise fragen: „Zeig mir alle Präsentationen zum Projekt X aus dem letzten Quartal“ – und Copilot findet sie.
Die KI erkennt auch Inhalte in Bildern und Videos. Sucht ihr nach „Fotos von der Geburtstagsfeier“, findet OneDrive diese automatisch, auch wenn sie nicht entsprechend benannt sind. Diese Funktionen sind allerdings den Premium-Abonnenten vorbehalten.
Sicherheit und Datenschutz: Was ihr wissen solltet
Microsoft hat in den letzten Jahren erheblich in die Sicherheit investiert. OneDrive verschlüsselt alle Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung. Für besonders sensible Daten gibt es den „Personal Vault“ – einen extra geschützten Bereich mit Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Trotzdem bleibt OneDrive ein US-amerikanischer Dienst. Wer maximalen Datenschutz nach europäischen Standards will, sollte Alternativen wie die deutsche Telekom MagentaCLOUD oder Schweizer Anbieter wie pCloud in Betracht ziehen.
Praktische Tipps für mehr OneDrive-Speicher
Falls euch die 5 GB zu wenig sind, aber Microsoft 365 zu teuer erscheint, gibt es einige Tricks:
- Dateien on-demand nutzen: In Windows könnt ihr einstellen, dass Dateien nur bei Bedarf heruntergeladen werden. So bleiben sie in der Cloud, belegen aber keinen lokalen Speicher.
- Automatische Handy-Uploads begrenzen: Die Kamera-Upload-Funktion frisst schnell Speicher. Beschränkt sie auf WLAN oder bestimmte Ordner.
- Regelmäßig ausmisten: OneDrive zeigt euch die größten Dateien an. Löscht regelmäßig alte, große Videos oder Präsentationen.
Alternative Cloud-Dienste im Überblick
Wenn OneDrive nicht passt, gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen:
- Google Drive: 15 GB kostenlos, perfekt für Android-Nutzer
- iCloud: Optimal für Apple-Geräte, 5 GB kostenlos
- Dropbox: Nach wie vor sehr zuverlässig, aber teurer
- Deutsche Anbieter: HiDrive, MagentaCLOUD oder IONOS für Datenschutz-Bewusste
Ausblick: Wohin entwickelt sich OneDrive?
Microsoft investiert weiter massiv in Cloud-Services. Bis Ende 2026 sollen weitere KI-Features kommen, die OneDrive noch intelligenter machen. Gerüchte sprechen von einer automatischen Dateien-Organisation durch KI und einer noch besseren Integration in Microsoft Teams.
Für die meisten Nutzer bleibt OneDrive eine solide Wahl – besonders in Kombination mit Microsoft 365. Wer nur gelegentlich Dateien synchronisieren will, kommt mit den kostenlosen 5 GB aus. Alle anderen sollten ernsthaft über ein Upgrade nachdenken oder Alternativen prüfen.
Zuletzt aktualisiert am 10.04.2026

