Lieblings-Webseiten ans Startmenü anheften: So geht’s

von | 09.07.2015 | Windows

Wer jeden Tag bestimmte Webseiten besucht, etwa um sich über Neuigkeiten zu informieren oder Arbeitstools zu nutzen, kann diese direkt ans Windows-Startmenü anheften. Das funktioniert sowohl in Windows 10 als auch in Windows 11 problemlos mit modernen Browsern – und spart euch täglich viele Klicks.

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Webseiten mit Microsoft Edge ans Startmenü anheften

Microsoft Edge macht es besonders einfach. Öffnet zunächst den Browser und navigiert zur gewünschten Webseite – zum Beispiel schieb.de, euer Lieblings-Nachrichtenportal oder ein oft genutztes Arbeitstool. Klickt dann auf die drei Punkte rechts oben in der Menüleiste und wählt „An Start anheften“ aus.

Alternativ könnt ihr auch auf das kleine „+“-Symbol in der Adressleiste klicken, falls es angezeigt wird. Edge erstellt dann automatisch eine Kachel mit dem Favicon der Webseite. Öffnet anschließend das Startmenü – die neue Kachel findet ihr am Ende der Liste. Wie gewohnt lässt sie sich per Drag & Drop an jeden beliebigen Platz verschieben.

Chrome und andere Browser: Der Umweg über PWAs

Google Chrome bietet diese Funktion nicht direkt an, aber es gibt einen cleveren Workaround: Progressive Web Apps (PWAs). Viele moderne Webseiten unterstützen PWAs – das sind im Grunde Webseiten, die sich wie native Apps verhalten.

Öffnet die gewünschte Seite in Chrome, klickt auf die drei Punkte und wählt „App installieren“ (falls verfügbar) oder „Weitere Tools“ > „Verknüpfung erstellen“. Aktiviert dabei die Option „Als Fenster öffnen“. Die erstellte Verknüpfung könnt ihr dann per Rechtsklick an die Taskleiste oder ins Startmenü heften.

Firefox mit Pinned Tabs als Alternative

Firefox-Nutzer haben zwar keine direkte Startmenü-Integration, können aber „Pinned Tabs“ nutzen. Macht einen Rechtsklick auf den Tab eurer Lieblings-Webseite und wählt „Tab anheften“. Der Tab wird dann dauerhaft links in der Tab-Leiste angezeigt und öffnet sich bei jedem Firefox-Start automatisch.

Windows 11: Noch mehr Möglichkeiten

Unter Windows 11 gibt es zusätzliche Optionen. Ihr könnt Webseiten-Verknüpfungen auch direkt an die Taskleiste heften oder als Widgets konfigurieren. Besonders praktisch: Manche Webseiten wie Teams, Outlook oder auch YouTube unterstützen inzwischen native Windows 11-Benachrichtigungen.

Praktische Tipps für den Alltag

Organisiert eure Webseiten-Kacheln in Gruppen im Startmenü. Erstellt zum Beispiel einen Bereich für News-Seiten, einen für Arbeitstools und einen für Entertainment. Das schafft Übersicht und beschleunigt euren Workflow erheblich.

Achtet auch darauf, dass manche Webseiten eigene Desktop-Apps anbieten, die oft besser integriert sind als Browser-Verknüpfungen. Slack, Discord, WhatsApp Web oder Spotify haben beispielsweise native Windows-Anwendungen, die oft praktischer sind.

Datenschutz im Blick behalten

Wenn ihr Arbeits-Webseiten ans private Startmenü heftet oder umgekehrt, denkt an die Datentrennung. Nutzt am besten separate Browser-Profile oder sogar verschiedene Browser für private und berufliche Zwecke. Edge und Chrome bieten beide ausgezeichnete Profil-Verwaltung.

Die Zukunft: KI-gestützte Webseiten-Organisation

Microsoft arbeitet bereits an KI-Features, die automatisch erkennen, welche Webseiten ihr häufig nutzt, und entsprechende Vorschläge machen. Diese Funktionen werden voraussichtlich 2026 in Windows integriert und machen die manuelle Organisation überflüssig.

Das Anheften von Webseiten ans Startmenü ist ein kleiner Trick mit großer Wirkung. Probiert es aus – nach ein paar Tagen wollt ihr diese Funktion nicht mehr missen.

Zuletzt aktualisiert am 14.04.2026