Windows Screenshots erstellen und automatisch speichern: Alle Methoden 2026

von | 28.06.2016 | Windows

Screenshots sind nach wie vor das beste Werkzeug, um Bildschirm-Inhalte schnell und unkompliziert festzuhalten. Was früher umständlich war, funktioniert heute in Windows 11 und Windows 10 mit nur einem Tastendruck – und wird direkt als Datei gespeichert.

Der große Fortschritt: Während ihr in älteren Windows-Versionen Screenshots erst manuell aus der Zwischenablage in ein Programm einfügen und dann speichern musstet, erledigt das moderne Windows automatisch. Ein Tastendruck genügt.

Die bewährte Methode: Windows + Druck

Die klassische Kombination [Windows]+[Druck] funktioniert immer noch tadellos und speichert den kompletten Bildschirm direkt im Ordner BilderScreenshots. Notebook-Besitzer müssen oft zusätzlich die [Fn]-Taste drücken, da die Druck-Funktion häufig als Zweitbelegung programmiert ist.

tastatur-prtsc

Snipping Tool Evolution: Das neue Screenshot-Menü

Windows 11 hat das Screenshot-Game nochmal deutlich verbessert. Die Tastenkombination [Windows]+[Shift]+[S] öffnet das überarbeitete Snipping Tool direkt als Overlay. Hier könnt ihr wählen zwischen:

  • Rechteckiger Bereich: Zieht ein Rechteck um den gewünschten Bereich
  • Freiform: Zeichnet beliebige Formen
  • Fenster: Klickt ein einzelnes Fenster an
  • Vollbild: Fotografiert den ganzen Bildschirm

Der Screenshot landet zunächst in der Zwischenablage, aber das neue Snipping Tool bietet sofort Bearbeitungsoptionen: Markierungen, Pfeile, Text und sogar einen Radiergummi.

PowerToys: Screenshots für Power-User

Wer regelmäßig Screenshots macht, sollte sich PowerToys ansehen – Microsofts offizielle Toolsammlung für Windows. Das enthaltene „Screen Ruler“ und erweiterte Screenshot-Features bieten deutlich mehr Kontrolle über Dateiformat, Speicherort und automatische Benennung.

Automatische Speicherung anpassen

Standardmäßig landen eure Screenshots im Bilder-Ordner. Das könnt ihr aber ändern: Klickt mit der rechten Maustaste auf den Screenshots-Ordner, wählt „Eigenschaften“ und unter „Pfad“ könnt ihr einen neuen Speicherort festlegen. Praktisch für alle, die Screenshots direkt in Cloud-Ordnern oder Projektverzeichnissen ablegen wollen.

Gaming-Screenshots: Xbox Game Bar

Für Gamer hat Windows eine eigene Screenshot-Funktion integriert. [Windows]+[G] öffnet die Xbox Game Bar, mit [Windows]+[Alt]+[PrtScr] macht ihr direkt Screenshots von Spielen. Diese landen im Ordner „VideosCaptures“ und enthalten oft auch Metadaten wie Spielname und Zeitstempel.

Profitipps für bessere Screenshots

Timing ist alles: Nutzt die Windows-Taste + Punkt (.) um das Emoji-Panel zu öffnen – dort findet ihr auch ein Kamera-Symbol für Screenshots.

Mehrere Monitore: Bei Multi-Monitor-Setups fotografiert [Windows]+[Druck] alle Bildschirme. Wollt ihr nur einen Monitor, nutzt das Snipping Tool.

Automatische Benennung: Screenshots werden automatisch durchnummeriert (Screenshot (1).png, Screenshot (2).png etc.). Das verhindert Überschreibungen.

Cloud-Integration: Moderne Cloud-Dienste wie OneDrive erkennen Screenshots automatisch und bieten oft an, sie direkt zu synchronisieren.

Datenschutz beachten

Vorsicht bei Screenshots von sensiblen Inhalten: Die Dateien enthalten oft Metadaten wie Erstellungszeit und können versehentlich persönliche Informationen preisgeben. Tools wie das neue Microsoft Editor warnen inzwischen vor versehentlich geteilten Screenshots mit privaten Daten.

Alternative Tools weiterhin relevant

Obwohl Windows-Screenshots deutlich besser geworden sind, haben spezialisierte Tools wie Greenshot, LightShot oder Snagit weiterhin ihre Berechtigung. Sie bieten erweiterte Funktionen wie automatische Weiterleitung an Cloud-Dienste, erweiterte Bearbeitung oder OCR-Texterkennung.

Die Screenshot-Funktionen in Windows haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Was früher umständlich war, funktioniert heute intuitiv und effizient. Probiert die verschiedenen Methoden aus und findet heraus, welche am besten zu eurem Workflow passt.

Zuletzt aktualisiert am 08.04.2026