LinkedIn hat Xing längst den Rang abgelaufen – das Business-Netzwerk aus Hamburg kämpft 2026 ums Überleben. Doch viele von euch haben noch aktive Xing-Profile und kennen das Problem: permanente Benachrichtigungs-Flut, die den Posteingang verstopft und wichtige Nachrichten untergehen lässt.
Das Problem wird Jahr für Jahr schlimmer. Xing-Mitglieder werden mit Nachrichten bombardiert – von Feiertags-Grüßen über Event-Einladungen bis hin zu belanglosen Gruppen-Updates. Jeder noch so banale Anlass wird zum Grund für eine Benachrichtigung. Das nervt nicht nur, sondern macht das Netzwerk praktisch unbrauchbar.
So stoppt ihr die Xing-Benachrichtigungs-Flut
Zum Glück könnt ihr das Problem an der Wurzel packen. Xing bietet detaillierte Einstellungsmöglichkeiten – ihr müsst sie nur finden und richtig konfigurieren.
Schritt 1: Grundeinstellungen anpassen
Loggt euch bei Xing ein und klickt auf euer Profilbild oben rechts. Wählt „Einstellungen“ und dann „Benachrichtigungen“. Hier seht ihr eine lange Liste verschiedener Benachrichtigungs-Kategorien.
Deaktiviert zunächst alles, was ihr definitiv nicht braucht:
– Marketing-Nachrichten von Xing
– Gruppen-Benachrichtigungen (außer bei wirklich wichtigen Gruppen)
– Event-Einladungen von Fremden
– Geburtstags-Erinnerungen
– „Personen, die ihr kennen könntet“-Vorschläge
Schritt 2: E-Mail-Benachrichtigungen granular steuern
Besonders wichtig: Unterscheidet zwischen In-App-Benachrichtigungen und E-Mails. Viele Nutzer deaktivieren nur die App-Benachrichtigungen, bekommen aber weiterhin E-Mails.
Geht zu „E-Mail-Benachrichtigungen“ und setzt Häkchen nur bei:
– Direktnachrichten von Kontakten
– Wichtige Konto-Informationen
– Premium-Service-Updates (falls ihr Premium nutzt)
Alles andere kann weg. Ihr werdet überrascht sein, wie ruhig euer Posteingang plötzlich wird.
Schritt 3: Mobile App konfigurieren
Falls ihr die Xing-App nutzt: Öffnet die App-Einstellungen und deaktiviert Push-Benachrichtigungen für alle unwichtigen Kategorien. Besonders nervige Kandidaten sind:
– „Jemand hat euer Profil angesehen“
– Gruppen-Aktivitäten
– Event-Empfehlungen
– Jobanzeigen-Benachrichtigungen (außer ihr sucht aktiv)
Gruppen intelligent verwalten
Xing-Gruppen sind oft die größten Spam-Schleudern. Geht eure Gruppenmitgliedschaften durch und verlasst inaktive oder irrelevante Gruppen. Bei den verbleibenden Gruppen könnt ihr individuell einstellen:
– Nur bei wichtigen Beiträgen benachrichtigen
– Wöchentliche Zusammenfassung statt Einzelmeldungen
– Komplett stumm schalten
Alternative: Komplett auf „Stumm“ schalten
Wer Xing nur als digitale Visitenkarte nutzt, kann alle Benachrichtigungen deaktivieren. Checkt das Profil dann manuell einmal pro Woche oder Monat auf wichtige Nachrichten.
Das ist oft die bessere Lösung als sich täglich durch unwichtigen Content zu wühlen. Wichtige geschäftliche Kommunikation läuft ohnehin meist über E-Mail oder andere Kanäle.
Was ihr bedenken solltet
Achtung: Übertreibt es nicht mit dem Deaktivieren. Manche Benachrichtigungen können durchaus wertvoll sein:
– Direktnachrichten von echten Geschäftskontakten
– Event-Einladungen in eurer Branche
– Jobangebote (falls ihr auf Jobsuche seid)
Mobile Benachrichtigungen systemweit steuern
Alternativ könnt ihr auch in den Smartphone-Einstellungen alle Xing-Benachrichtigungen deaktivieren. Das ist radikaler, aber effektiver. Unter iOS geht das in „Einstellungen > Benachrichtigungen > Xing“, unter Android in „Einstellungen > Apps > Xing > Benachrichtigungen“.
Fazit: Weniger ist mehr
Xing kämpft 2026 gegen die Irrelevanz – und die aggressive Benachrichtigungs-Politik ist Teil des Problems. Nehmt die Kontrolle zurück über euren digitalen Alltag. Ein aufgeräumter Posteingang und weniger Unterbrechungen machen euch produktiver und entspannter.
Investiert einmal 10 Minuten in die richtigen Einstellungen. Euer zukünftiges Ich wird es euch danken, wenn wichtige Nachrichten nicht mehr in der Flut belangloser Updates untergehen.
Zuletzt aktualisiert am 09.04.2026

