OneNote: Defekte Backup-Funktion reparieren

von | 28.03.2017 | Office

OneNote-Backups können manchmal streiken – besonders ärgerlich, wenn wichtige Notizen auf dem Spiel stehen. Die Desktop-Version von OneNote 2016 weigert sich gelegentlich, lokale Sicherungen zu erstellen, obwohl diese automatisch laufen sollten. Mit einem simplen Trick bekommt ihr die Backup-Funktion wieder zum Laufen.

Der Fehler tritt oft auf, wenn OneNote die Sicherungseinstellungen durcheinanderbringt – besonders dann, wenn ihr zwischen verschiedenen Speicherorten wechselt oder mehrere Microsoft-Konten verwendet. Das Problem: OneNote denkt fälschlicherweise, dass lokale Backups deaktiviert werden sollen.

So repariert ihr die Backup-Funktion

Zuerst OneNote 2016 starten und auf Datei, Optionen klicken. Links zum Bereich Speichern und Sichern wechseln. Hier findet ihr im Bereich „Sicherung“ die entscheidende Option In SharePoint gespeicherte Notizbücher sichern. Diese müsst ihr mit einem Haken aktivieren – auch wenn ihr gar kein SharePoint verwendet.

Direkt darunter auf den Button Jetzt alle Dateien sichern klicken. OneNote erstellt dann eine vollständige Sicherung aller Notizbücher. Nach wenigen Sekunden bis Minuten (je nach Datenmenge) erscheint eine Bestätigungsmeldung.

Warum dieser Trick funktioniert

Der Haken bei „SharePoint-Notizbücher sichern“ steuert paradoxerweise auch die lokalen Backups. Microsoft hat diese Einstellung unglücklich gekoppelt: Ist sie deaktiviert, werden auch private Sicherungen außerhalb von SharePoint blockiert. Das ist ein bekannter Bug, der seit Jahren existiert.

Backup-Speicherort anpassen

Standardmäßig landen OneNote-Backups in einem verschachtelten Ordner unter „Dokumente“. Ihr könnt den Speicherort ändern: Einfach im gleichen Menü auf Ändern neben „Sicherungsordner“ klicken. Empfehlenswert ist ein Ordner auf einer externen Festplatte oder in der Cloud – so sind eure Notizen doppelt geschützt.

Automatische Backups konfigurieren

OneNote kann Sicherungen automatisch erstellen. Im Dropdown-Menü „Automatische Sicherung“ wählt ihr das gewünschte Intervall: täglich, wöchentlich oder alle zwei Wochen. Für wichtige Arbeitsdokumente empfiehlt sich die tägliche Sicherung.

OneNote 2016 vs. moderne Alternativen

OneNote 2016 wird von Microsoft nur noch mit Sicherheitsupdates versorgt. Die moderne OneNote-App aus dem Microsoft Store synchronisiert automatisch mit der Cloud, hat aber weniger lokale Backup-Optionen. Wer auf lokale Sicherungen angewiesen ist, sollte bei OneNote 2016 bleiben.

Alternativen wie Notion, Obsidian oder Logseq bieten oft bessere Backup-Strategien. Obsidian speichert Notizen beispielsweise als einfache Markdown-Dateien, die sich problemlos sichern lassen. Notion synchronisiert automatisch in die Cloud und exportiert auf Wunsch komplette Arbeitsbereiche.

Backup-Strategie erweitern

Verlasst euch nicht nur auf OneNotes interne Sicherung. Kopiert wichtige Notizbücher regelmäßig an verschiedene Orte: externe Festplatte, USB-Stick, Cloud-Speicher. OneDrive, Google Drive oder Dropbox eignen sich als zusätzliche Sicherheitsebene.

Für Profis: OneNote-Dateien haben die Endung .one oder .onepkg. Diese lassen sich mit Standard-Backup-Tools wie Windows-Sicherung oder spezieller Software automatisiert sichern.

Troubleshooting bei hartnäckigen Problemen

Falls die Backup-Funktion trotz aktivierter SharePoint-Option nicht funktioniert: OneNote komplett schließen, als Administrator neu starten und den Vorgang wiederholen. Manchmal hilft auch ein Neustart des Computers.

Bei beschädigten Notizbüchern kann OneNote diese oft automatisch reparieren. In den Optionen unter „Speichern und Sichern“ gibt es dafür die Funktion „Beschädigte Dateien reparieren“.

Fazit: Sicherheit geht vor

OneNotes Backup-Bug ist lästig, aber leicht zu umgehen. Mit der richtigen Konfiguration und einer durchdachten Sicherungsstrategie sind eure Notizen optimal geschützt. Plant regelmäßige Kontrollen eurer Backups ein – nur so merkt ihr rechtzeitig, wenn etwas schiefläuft.

Zuletzt aktualisiert am 03.04.2026