Barcodes sind aus dem Alltag nicht wegzudenken – ob beim Einkaufen, in der Lagerverwaltung oder beim Erstellen von Info-Materialien. Doch die meisten Office-Programme bieten keine eingebaute Barcode-Funktion. OpenOffice Draw macht hier eine Ausnahme und wird mit der richtigen Erweiterung zum vollwertigen Barcode-Generator.
Dank einer kostenlosen Erweiterung lassen sich in OpenOffice Draw professionelle Barcodes in wenigen Klicks erstellen und in Dokumente einbinden. Das ist besonders praktisch für kleine Unternehmen, Vereine oder Privatpersonen, die keine teure Spezialsoftware anschaffen möchten.
Die Barcode-Erweiterung installieren
Zuerst wird die offizielle Erweiterungsseite https://extensions.openoffice.org/de/project/barcode aufgerufen. Dort steht die kostenlose Barcode-Erweiterung zum Download bereit. Die heruntergeladene Datei hat die Endung .oxt und lässt sich direkt per Doppelklick installieren – dabei startet automatisch der Erweiterungsmanager von OpenOffice.
Alternativ kann die Erweiterung auch manuell über „Extras > Erweiterungen verwalten“ installiert werden. Nach der Installation muss OpenOffice einmal neu gestartet werden, damit die neue Funktion verfügbar wird.
Barcodes erstellen in wenigen Schritten
Nach dem Neustart von OpenOffice Draw findet sich im Menü „Einfügen“ der neue Punkt „Barcode“. Ein Klick darauf öffnet den Barcode-Generator mit einer beeindruckenden Auswahl an Standards:
- EAN-13 und EAN-8: Die Klassiker für Produktkennzeichnung
- ISBN-13: Speziell für Bücher und Publikationen
- Code 39 und Code 128: Weit verbreitet in der Industrie
- QR-Code: Für URLs, Kontaktdaten und mehr
- Data Matrix: Kompakt und robust
- PDF417: Für größere Datenmengen
Die Bedienung ist denkbar einfach: Standard auswählen, gewünschten Wert in das Textfeld eingeben (wichtig: ohne Bindestriche oder Leerzeichen), auf „OK“ klicken – fertig. Der generierte Barcode erscheint als Grafik-Objekt in der Zeichnung und lässt sich beliebig verschieben, skalieren oder formatieren.
Praktische Anwendungsmöglichkeiten
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Kleine Händler können Produktetiketten erstellen, Autoren ihre selbstverlegten Bücher mit ISBN-Barcodes versehen, oder Eventveranstalter Tickets mit individuellen Codes generieren. Auch für Inventarverwaltung oder Vereinsmaterialien sind Barcodes nützlich.
Besonders praktisch: Die erstellten Barcodes lassen sich als Grafik exportieren und in anderen Programmen weiterverwenden. Unterstützt werden gängige Formate wie PNG, JPG oder SVG.
Tipps für perfekte Barcodes
Für professionelle Ergebnisse sollten einige Punkte beachtet werden: Die Auflösung sollte hoch genug sein – mindestens 300 DPI für den Druck. Bei der Skalierung das Seitenverhältnis beibehalten, damit der Code lesbar bleibt. Ausreichend Weißraum um den Barcode lassen – das sogenannte „Quiet Zone“ ist für Scanner wichtig.
Bei EAN-Codes auf korrekte Prüfziffern achten. Die Erweiterung berechnet diese automatisch, aber bei manuell eingegebenen Codes sollte die Gültigkeit geprüft werden.
Alternativen und Grenzen
Wer regelmäßig große Mengen an Barcodes benötigt, sollte spezialisierte Software in Betracht ziehen. Für gelegentliche Nutzung und einfache Anwendungen ist die OpenOffice-Lösung jedoch völlig ausreichend.
Online-Barcode-Generatoren sind eine weitere Alternative, bieten aber weniger Kontrolle über Format und Qualität. Die OpenOffice-Erweiterung punktet mit Offline-Verfügbarkeit und direkter Integration in den Workflow.
Fazit
Mit der kostenlosen Barcode-Erweiterung wird OpenOffice Draw zum vielseitigen Tool für die Barcode-Erstellung. Die einfache Bedienung und große Auswahl an Standards machen es zur praktischen Lösung für alle, die gelegentlich Barcodes benötigen – ohne teure Spezialsoftware oder Online-Abhängigkeit.
Zuletzt aktualisiert am 12.04.2026

