Euer Mac-Desktop sieht zu leer aus? Früher waren auf dem Schreibtisch automatisch alle Festplatten, CDs und externe Laufwerke zu sehen. Seit macOS Lion versteckt Apple diese Symbole standardmäßig. Dabei sind die Laufwerk-Icons auf dem Desktop richtig praktisch für schnellen Zugriff. Mit ein paar Klicks holt ihr sie zurück.
Laufwerk-Symbole aktivieren – so geht’s
Die Einstellung ist schnell gefunden und genauso schnell aktiviert:
- Klickt im Dock auf das Finder-Symbol oder drückt Cmd+Leertaste und tippt „Finder“.
- In der Menüleiste wählt ihr „Finder“ und dann „Einstellungen“ (oder drückt Cmd+Komma).
- Wechselt zum Tab „Allgemein“.
- Hier bestimmt ihr, welche „Elemente auf dem Schreibtisch angezeigt“ werden sollen:
- Festplatten (interne SSDs und HDDs)
- Externe Laufwerke (USB-Sticks, externe Festplatten, SSDs)
- CDs, DVDs und iPods (heute eher selten genutzt)
- Verbundene Server (Netzlaufwerke, Cloud-Storage)
Sobald ihr die Haken bei den gewünschten Optionen setzt, erscheinen die entsprechenden Symbole sofort auf eurem Desktop. Bei CDs, DVDs oder externen Geräten verschwinden die Icons automatisch wieder, wenn ihr sie auswirft oder abzieht.
Was bringen Desktop-Laufwerke?
Die Laufwerk-Symbole auf dem Desktop haben durchaus ihre Berechtigung. Hier die wichtigsten Vorteile:
Schneller Zugriff: Ein Doppelklick öffnet direkt das gewünschte Laufwerk, ohne Umweg über den Finder oder die Seitenleiste.
Übersichtlichkeit: Ihr seht auf einen Blick, welche externen Geräte angeschlossen sind. Besonders praktisch bei mehreren USB-Sticks oder externen Festplatten.
Sicheres Auswerfen: Per Rechtsklick auf das Symbol könnt ihr externe Laufwerke sicher auswerfen, ohne sie im Finder suchen zu müssen.
Drag & Drop: Dateien lassen sich direkt auf die Desktop-Symbole ziehen, um sie zu kopieren oder zu verschieben.
Alternative: Finder-Seitenleiste nutzen
Wer den Desktop lieber minimalistisch hält, kann auch die Finder-Seitenleiste anpassen. Geht dazu in die Finder-Einstellungen und wechselt zum Tab „Seitenleiste“. Hier aktiviert ihr die gewünschten Laufwerke für die linke Spalte im Finder-Fenster.
Diese Lösung ist weniger prominent als Desktop-Icons, aber trotzdem schnell erreichbar. Zudem bleibt der Desktop aufgeräumt.
Netzlaufwerke und Cloud-Dienste
Besonders interessant ist die Option „Verbundene Server“. Damit erscheinen auch gemountete Netzlaufwerke, NAS-Systeme oder Cloud-Storage-Dienste auf dem Desktop. Das ist praktisch, wenn ihr regelmäßig auf geteilte Ordner im Heimnetzwerk oder Firmennetzwerk zugreift.
Cloud-Dienste wie iCloud Drive, Dropbox oder Google Drive werden allerdings nicht als separate Laufwerke angezeigt, da sie direkt in das Dateisystem integriert sind.
Ordnung auf dem Desktop
Wenn ihr euch für Desktop-Laufwerke entscheidet, solltet ihr auch die automatische Anordnung aktivieren. Geht dazu in der Menüleiste auf „Darstellung“ > „Anordnungsoptionen anzeigen“ und wählt eine Sortierung nach Name, Art oder Datum.
Alternativ könnt ihr mit „Darstellung“ > „Aufräumen“ die Icons manuell neu anordnen lassen.
Fazit: Desktop-Laufwerke sind Geschmackssache
Ob ihr Laufwerk-Symbole auf dem Desktop haben wollt, ist letztendlich eine Frage des Arbeitstyps und der persönlichen Vorlieben. Power-User, die häufig mit externen Laufwerken arbeiten, schätzen den direkten Zugriff. Minimalisten bevorzugen einen aufgeräumten Desktop und nutzen lieber die Finder-Seitenleiste.
Probiert einfach beide Varianten aus und entscheidet, was besser zu eurem Workflow passt. Die Einstellung lässt sich jederzeit wieder ändern.
Zuletzt aktualisiert am 24.04.2026

