Ihr wolltet schon immer einen persönlichen Zeitansager? Euer Mac kann euch die aktuelle Uhrzeit vorlesen – und das nicht nur auf Knopfdruck, sondern automatisch zu jeder vollen, halben oder Viertelstunde. Eine praktische Funktion, die besonders beim konzentrierten Arbeiten hilft.
Die Zeitansage-Funktion von macOS ist seit Jahren ein verstecktes Juwel in den Systemeinstellungen. Während andere sich teure Smart Speaker kaufen, nutzt ihr einfach euren Mac als sprechende Uhr. Das Feature funktioniert übrigens in allen modernen macOS-Versionen – von Ventura bis zum aktuellen macOS Sequoia.
So aktiviert ihr die Zeitansage
Der Weg zur Zeitansage hat sich mit den neueren macOS-Versionen etwas geändert. Öffnet die Systemeinstellungen über das Apple-Menü oder drückt Command + Leertaste und tippt „Systemeinstellungen“. Navigiert dann zu Bedienungshilfen und wählt links in der Seitenleiste Gesprochene Inhalte aus.
Hier findet ihr weiter unten die Option „Zeit ankündigen“. Aktiviert das Häkchen und wählt das gewünschte Intervall: alle 15, 30 oder 60 Minuten. Die Ansage erfolgt dann automatisch zur entsprechenden Zeit.
Stimme und Geschwindigkeit anpassen
Apple hat die Sprachausgabe über die Jahre deutlich verbessert. In den Gesprochenen Inhalten könnt ihr unter Systemstimme zwischen verschiedenen Stimmen wählen. Besonders natürlich klingen die neuralen Stimmen wie „Petra“ oder „Martin“, die mit iOS 15 und macOS Monterey eingeführt wurden.
Über den Regler Sprechgeschwindigkeit passt ihr das Tempo an eure Vorlieben an. Zu schnell und ihr versteht nichts, zu langsam wird es nervig. Die Standardeinstellung funktioniert für die meisten Nutzer gut.
Praktische Anwendungsfälle
Die automatische Zeitansage erweist sich in verschiedenen Situationen als nützlich:
Beim konzentrierten Arbeiten: Statt ständig auf die Uhr zu schauen, hört ihr automatisch, wie die Zeit vergeht. Das hilft beim Timeboxing und bei der Pomodoro-Technik.
In Videokonferenzen: Diskret werdet ihr über die verstrichene Zeit informiert, ohne offensichtlich auf die Uhr schauen zu müssen.
Beim Kochen oder kreativen Arbeiten: Mit schmutzigen Händen oder während des Malens ist eine gesprochene Zeitansage praktischer als der Blick aufs Display.
Für Menschen mit Sehbeeinträchtigung: Die Funktion ist Teil der umfangreichen Bedienungshilfen und unterstützt barrierefreies Arbeiten.
Alternative: Zeitansage per Siri
Neben der automatischen Ansage könnt ihr Siri auch aktiv nach der Zeit fragen. „Hey Siri, wie spät ist es?“ funktioniert auf allen Macs mit T2-Chip oder Apple Silicon. Das ist praktisch für spontane Zeitabfragen ohne feste Intervalle.
Auf neueren MacBooks mit Touch Bar (falls ihr noch eines besitzt) zeigt die Zeitansage zusätzlich eine visuelle Bestätigung in der Touch-Leiste.
Erweiterte Sprachfunktionen nutzen
Die Zeitansage ist nur ein kleiner Teil der umfangreichen Sprachfunktionen in macOS. In den Gesprochenen Inhalten findet ihr weitere nützliche Features:
- Bildschirminhalt vorlesen: Markierten Text oder ganze Webseiten vorlesen lassen
- Beim Tippen sprechen: Jedes getippte Wort wird vorgelesen
- Anwendungsansagen: Wichtige Systemereignisse werden gesprochen
Diese Funktionen arbeiten alle mit denselben hochwertigen Stimmen und lassen sich individuell konfigurieren.
Lautstärke und Ausgabegerät
Die Zeitansage verwendet die Standard-Audioausgabe eures Macs. Wenn ihr Kopfhörer tragt, hört nur ihr die Ansage. Über externe Lautsprecher wird sie für alle im Raum hörbar.
In lauten Umgebungen könnt ihr die Gesamtlautstärke anpassen oder spezielle Audio-Einstellungen in den Systemeinstellungen unter Ton vornehmen.
Fazit: Unterschätztes Produktivitäts-Tool
Die Zeitansage-Funktion zeigt, wie durchdacht macOS auch in Details ist. Was zunächst wie eine Spielerei wirkt, entwickelt sich schnell zur praktischen Hilfe im Arbeitsalltag. Besonders in Zeiten von Homeoffice und flexiblen Arbeitszeiten hilft sie dabei, den Überblick über die Zeit zu behalten.
Probiert die Funktion einfach einen Tag lang aus – viele Nutzer möchten sie danach nicht mehr missen. Und das Beste: Sie funktioniert komplett offline und benötigt keine Internetverbindung.
Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026

