Cortana ist Geschichte – Microsoft hat seine Sprachassistentin 2023 endgültig eingestellt. Doch Windows bietet heute mit der Spracherkennung und Copilot deutlich bessere Alternativen für alle, die Windows per Sprache steuern wollen.
Die integrierte Windows-Spracherkennung hat sich seit Windows 11 22H2 erheblich verbessert und funktioniert auch ohne ständige Internetverbindung. Noch interessanter: Windows Copilot steht seit Windows 11 Version 23H2 zur Verfügung und bietet KI-gestützte Sprachsteuerung, die Cortana weit übertrifft.
Windows-Spracherkennung optimieren
Falls die Windows-Spracherkennung nicht richtig reagiert, könnt ihr sie neu trainieren. Geht dazu in die Einstellungen (Windows-Taste + I), dann zu „Zeit und Sprache“ > „Sprache und Region“. Klickt bei eurer Hauptsprache auf die drei Punkte und wählt „Sprachoptionen“.
Unter „Spracherkennung“ findet ihr den Punkt „Sprachmodell verbessern“. Hier könnt ihr euer Mikrofon neu konfigurieren und die Erkennung trainieren. Das System lernt dabei eure Aussprache und Sprachmuster kennen.
Besonders wichtig: Stellt sicher, dass euer Mikrofon richtig konfiguriert ist. In den Windows-Einstellungen unter „System“ > „Sound“ könnt ihr das Eingabegerät auswählen und den Pegel anpassen. Ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis ist entscheidend für präzise Erkennung.
Windows Copilot als moderne Alternative
Der große Nachfolger von Cortana ist Windows Copilot. Diese KI-Assistentin ist direkt in Windows 11 integriert und versteht komplexe Sprachbefehle deutlich besser. Aktiviert wird Copilot über die Tastenkombination Windows + C oder über das Copilot-Symbol in der Taskleiste.
Copilot kann nicht nur einfache Systembefehle ausführen, sondern auch komplexe Fragen beantworten, Texte verfassen, Bilder generieren und bei der Computernutzung assistieren. Die Spracherkennung basiert auf OpenAI-Technologie und ist damit deutlich präziser als die alte Cortana-Engine.
Wichtig zu wissen: Copilot benötigt eine Internetverbindung und sendet Sprachdaten an Microsoft-Server. Wer das nicht möchte, sollte bei der lokalen Windows-Spracherkennung bleiben.
Spracherkennung für Power-User
Für alle, die Windows intensiv per Sprache nutzen wollen, gibt es zusätzliche Tools. Dragon NaturallySpeaking ist nach wie vor der Goldstandard für professionelle Spracherkennung, kostet aber rund 300 Euro.
Eine kostenlose Alternative ist Talon Voice – ursprünglich für Menschen mit Behinderungen entwickelt, aber auch für Power-User interessant. Das Tool erlaubt es, eigene Sprachbefehle zu programmieren und Windows komplett per Sprache zu steuern.
Mikrofon-Setup optimieren
Egal welche Spracherkennung ihr nutzt: Das Mikrofon ist entscheidend. Ein USB-Headset oder ein dediziertes Desktop-Mikrofon liefert bessere Ergebnisse als das eingebaute Laptop-Mikrofon. Achtet auf einen Abstand von 15-20 Zentimetern zum Mund.
In lauten Umgebungen hilft ein Mikrofon mit Noise-Cancelling oder ihr nutzt Software wie Nvidia RTX Voice, die Hintergrundgeräusche herausfiltert. Das funktioniert auch mit älteren Grafikkarten und verbessert die Erkennungsrate deutlich.
Fazit: Besser als Cortana
Der Abschied von Cortana war letztendlich ein Gewinn. Die heutigen Lösungen – von der verbesserten Windows-Spracherkennung bis hin zu Copilot – funktionieren zuverlässiger und bieten mehr Möglichkeiten. Wer noch nie Sprachsteuerung ausprobiert hat, sollte mit der integrierten Windows-Funktion starten. Sie ist kostenlos, funktioniert offline und reicht für die meisten Anwendungsfälle völlig aus.
Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

