Je mehr ihr mit eurem PC arbeitet, desto mehr Dateien, Programme und Dokumente benutzt ihr. Das führt dazu, dass ihr immer mehr Verzeichnisse auf eurer Festplatte oder SSD benutzt, wissentlich oder unwissentlich. Diese Verzeichnisse befinden sich an verschiedenen Orten des Speichermediums. Diese schnell zu erreichen, kann zur Herausforderung werden. Dafür könnt ihr die Schnellzugriffe in Windows 10 und Windows 11 nutzen!
Die Schnellzugriffe sind so etwas wie die Favoriten im Internet-Browser. Sie werden in einem separaten Teil des Explorers angezeigt und sind dort, über der Ordnerliste direkt verfügbar. Microsoft hat diese Funktion in Windows 11 sogar noch prominenter platziert und die Navigation vereinfacht.
Um einen Ordner in den Schnellzugriff aufzunehmen, habt ihr mehrere Möglichkeiten: Greift ihn mit der Maus und zieht ihn auf den Eintrag Schnellzugriff im Explorer. Als Hilfetext erscheint dann am Mauszeiger An Schnellzugriff anheften.

Alternativ sucht ihr euch den Ordner im Explorer heraus, klickt mit der rechten Maustaste darauf und dann auf An Schnellzugriff anheften. In Windows 11 findet ihr diese Option auch im neuen Kontextmenü, das Microsoft deutlich aufgeräumt hat.
Schnellzugriffe über die Taskleiste
Seit Windows 10 Version 2004 gibt es noch eine weitere praktische Möglichkeit: Ihr könnt häufig verwendete Ordner direkt an die Taskleiste anheften. Zieht dazu einfach einen Ordner aus dem Explorer auf das Explorer-Symbol in der Taskleiste. So habt ihr mit einem Rechtsklick auf das Explorer-Symbol sofortigen Zugriff auf eure wichtigsten Verzeichnisse.
Automatische Schnellzugriffe verwalten
Windows fügt automatisch häufig verwendete Ordner zu den Schnellzugriffen hinzu. Falls euch das stört, könnt ihr diese Funktion deaktivieren. Klickt dazu im Explorer auf Ansicht (in Windows 11: auf die drei Punkte) und dann auf Optionen. Im Tab Allgemein findet ihr die Checkboxen Zuletzt verwendete Dateien im Schnellzugriff anzeigen und Häufig verwendete Ordner im Schnellzugriff anzeigen. Entfernt die Häkchen, wenn ihr diese automatischen Einträge nicht möchtet.
Schnellzugriffe auf Netzwerklaufwerke
Besonders praktisch sind Schnellzugriffe für Netzwerklaufwerke oder Cloud-Ordner wie OneDrive, Google Drive oder Dropbox. Da diese oft tief verschachtelt in der Ordnerstruktur liegen, spart ihr mit einem Schnellzugriff viel Zeit. Das funktioniert genauso wie bei lokalen Ordnern: Einfach den gewünschten Netzwerkordner per Drag & Drop auf den Schnellzugriff ziehen oder über das Kontextmenü anheften.
Reihenfolge der Schnellzugriffe ändern
In Windows 11 könnt ihr die Reihenfolge eurer Schnellzugriffe per Drag & Drop ändern. Einfach den gewünschten Eintrag anklicken, gedrückt halten und an die gewünschte Position ziehen. In Windows 10 ist diese Funktion leider nicht verfügbar – hier bestimmt Windows die Reihenfolge automatisch nach Häufigkeit der Nutzung.
Schnellzugriffe entfernen
Um einen Ordner wieder vom Schnellzugriff zu lösen, klickt im Bereich der Schnellzugriffe mit der rechten Maustaste darauf und dann auf Von Schnellzugriff lösen. In Windows 11 erscheint zusätzlich ein kleines X-Symbol, wenn ihr mit der Maus über einen Schnellzugriff fahrt.
Tastenkombinationen für noch mehr Tempo
Profis nutzen Tastenkombinationen: Windows-Taste + E öffnet den Explorer, und mit Strg + 1 bis Strg + 9 springt ihr direkt zu den ersten neun Schnellzugriffen. Das ist besonders praktisch, wenn ihr hauptsächlich mit der Tastatur arbeitet.
Alternative: Toolbar für häufige Ordner
Eine wenig bekannte Alternative sind benutzerdefinierte Toolbars in der Taskleiste. Klickt mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste, wählt Symbolleisten und dann Neue Symbolleiste. Wählt einen Ordner aus, und Windows erstellt eine praktische Dropdown-Liste direkt in der Taskleiste.
Die Schnellzugriffe sind ein mächtiges Werkzeug für effizientes Arbeiten. Nutzt sie konsequent für eure am häufigsten verwendeten Ordner, und ihr werdet merken, wie viel Zeit ihr beim täglichen Dateien-Management spart.
Zuletzt aktualisiert am 28.02.2026