Screenshots sind nach wie vor das Mittel der Wahl, um anderen schnell und eindeutig zu zeigen, was auf eurem Bildschirm passiert. Ob Fehlermeldungen, interessante Webseiten oder wichtige Informationen – ein Bildschirmfoto transportiert die Message sofort. Moderne Windows-Versionen bieten dafür deutlich mehr Möglichkeiten als früher.
Die klassischen Screenshot-Methoden
Die bewährte [Druck]-Taste funktioniert natürlich weiterhin. Aber Windows 10 und 11 haben das Spiel komplett verändert. Die Kombination [Windows] + [Shift] + [S] öffnet das Snipping Tool direkt als Overlay. Hier könnt ihr präzise auswählen, was ihr fotografieren wollt: Vollbild, einzelne Fenster oder freie Bereiche.
Noch schneller geht’s mit [Windows] + [Druck] – das speichert sofort einen Screenshot des kompletten Bildschirms im Ordner „Bilder/Bildschirmfotos“. Praktisch: Der Bildschirm blinkt kurz auf, damit ihr wisst, dass es geklappt hat.
Screenshots direkt teilen
Das eigentliche Highlight ist aber die Share-Funktion. Nach einem Screenshot mit [Windows] + [Shift] + [S] erscheint rechts unten eine kleine Benachrichtigung. Klickt darauf, und das Snipping Tool öffnet sich mit eurem Screenshot. Hier findet ihr den „Teilen“-Button – ein Klick darauf zeigt alle verfügbaren Apps zum Versenden.
Je nach installierten Programmen seht ihr hier Mail, Outlook, Teams, WhatsApp, Telegram oder andere Messaging-Apps. Ein Klick auf die gewünschte App, und der Screenshot wird automatisch eingefügt. Empfänger eingeben, Text dazu schreiben, absenden – fertig.
Outlook und moderne E-Mail-Clients
In aktuellen Outlook-Versionen (Microsoft 365, Outlook 2021) ist die Screenshot-Funktion noch ausgereifter geworden. Im Menü „Einfügen“ findet ihr den „Screenshot“-Button, der alle geöffneten Fenster als Vorschau anzeigt. Ein Klick darauf fügt das komplette Fenster ein – ohne dass ihr es vorher in den Vordergrund holen müsst.
Alternativ wählt ihr „Bildschirmausschnitt“ und könnt dann mit dem Fadenkreuz einen beliebigen Bereich markieren. Outlook fügt den Screenshot automatisch in optimaler Größe ein und komprimiert ihn bei Bedarf für den E-Mail-Versand.
PowerToys für Profis
Wer häufig Screenshots macht, sollte sich die kostenlosen Microsoft PowerToys ansehen. Das Tool „PowerToys FancyZones“ hilft zwar primär bei der Fensteranordnung, aber die „PowerToys Awake“ und vor allem die Tastenkürzel-Übersicht machen das Arbeiten effizienter.
Das eigentliche Screenshot-Feature versteckt sich aber im „PowerToys Screen Ruler“ – damit messt ihr Abstände und Größen auf dem Bildschirm pixelgenau. Perfekt für Webdesigner oder alle, die präzise Ausschnitte brauchen.
Cloud-Integration und automatische Sicherung
Windows 11 kann Screenshots automatisch in OneDrive hochladen. In den OneDrive-Einstellungen aktiviert ihr „Screenshots automatisch speichern“. Dann landen alle Bildschirmfotos direkt in der Cloud und sind auf allen euren Geräten verfügbar.
Die Kombination aus lokaler Speicherung und Cloud-Backup ist besonders praktisch: Screenshots sind sofort verfügbar, aber auch langfristig gesichert. Über den OneDrive-Webzugang könnt ihr sie dann von überall abrufen und teilen.
Mobile Integration
Mit der „Phone Link“-App (früher „Ihr Smartphone“) von Microsoft könnt ihr sogar Screenshots vom Handy direkt am PC verwalten und versenden. Das funktioniert besonders gut mit Android-Geräten, aber auch iPhones lassen sich mittlerweile einbinden.
Die App zeigt Benachrichtigungen, SMS und eben auch Screenshots vom Handy direkt auf dem PC an. So müsst ihr Bilder nicht mehr umständlich per WhatsApp oder E-Mail an euch selbst senden.
Gaming und besondere Anwendungen
Gamer kennen die Xbox Game Bar ([Windows] + [G]), die Screenshots und sogar Videos von Spielen aufnimmt. Aber sie funktioniert auch in normalen Anwendungen. Die Tastenkombination [Windows] + [Alt] + [Druck] fotografiert nur das aktive Fenster und speichert es direkt.
Für professionelle Anwendungen gibt es Tools wie Greenshot oder ShareX, die noch mehr Funktionen bieten: Automatische Uploads zu verschiedenen Diensten, Bildbearbeitung oder geplante Screenshots.
Datenschutz und Sicherheit
Achtet beim Versenden von Screenshots auf sensible Daten. Windows bietet keine automatische Verpixelung von persönlichen Informationen – das müsst ihr manuell machen. Das Snipping Tool in Windows 11 hat immerhin einen einfachen Editor integriert, mit dem ihr Text schwärzen oder Bereiche markieren könnt.
Bei geschäftlichen Screenshots solltet ihr außerdem prüfen, ob eure IT-Abteilung Richtlinien für das Teilen von Bildschirminhalten hat. Manche Unternehmen protokollieren Screenshots aus Sicherheitsgründen mit.
Zuletzt aktualisiert am 20.04.2026

