So zeigst du in Chrome gespeicherte Passwörter an und exportierst sie

von | 08.07.2026 | Internet

Kurzlösung: Passwörter in Chrome anzeigen und exportieren

Um gespeicherte Passwörter in Chrome anzuzeigen, öffne die Einstellungen und navigiere zum Bereich Passwörter (auch Passwort-Manager genannt). Dort siehst du eine Liste aller gespeicherten Zugangsdaten.

Klicke auf einen Eintrag und dann auf das Augen-Symbol, um das Passwort im Klartext anzuzeigen – du musst dich dabei mit deinem System-Passwort oder biometrisch authentifizieren. Zum Exportieren aller Passwörter nutzt du im gleichen Bereich die Export-Funktion, meist über das Drei-Punkte-Menü neben der Überschrift erreichbar.

Die exportierte Datei ist eine unverschlüsselte CSV-Datei – behandle sie entsprechend vorsichtig und lösche sie nach der Verwendung.

Schritt für Schritt: Passwörter anzeigen

  1. Öffne Chrome und klicke auf die drei Punkte (Menü-Symbol) oben rechts im Browser-Fenster.
  2. Wähle Einstellungen aus dem Menü oder nutze die Tastenkombination Alt+F (Windows) bzw. Cmd+, (Mac).
  3. Suche in der linken Seitenleiste nach Automatisches Ausfüllen und Passwörter oder nutze die Suchfunktion oben und tippe „Passwörter“ ein.
  4. Klicke auf Google Passwort-Manager oder den Eintrag Passwörter – beide führen zur Passwort-Verwaltung.
  5. Du siehst nun eine Liste aller gespeicherten Websites und Anmeldedaten. Nutze die Suchfunktion, um einen bestimmten Eintrag zu finden.
  6. Klicke auf den gewünschten Eintrag. Es öffnet sich eine Detailansicht mit Nutzername und verdecktem Passwort.
  7. Klicke auf das Augen-Symbol neben dem Passwort-Feld. Chrome fordert dich nun zur Authentifizierung auf – gib dein Windows-Passwort, Mac-Passwort oder nutze Fingerabdruck/Face-ID ein.
  8. Das Passwort wird nun im Klartext angezeigt. Über das Kopieren-Symbol kannst du es in die Zwischenablage kopieren.

Schritt für Schritt: Passwörter exportieren

  1. Navigiere wie oben beschrieben zur Passwort-Verwaltung in den Chrome-Einstellungen.
  2. Suche nach dem Drei-Punkte-Symbol oder Zahnrad-Symbol neben der Überschrift „Gespeicherte Passwörter“ oder im oberen Bereich der Passwort-Liste.
  3. Klicke darauf und wähle Passwörter exportieren aus dem Dropdown-Menü.
  4. Chrome warnt dich, dass die Passwörter unverschlüsselt exportiert werden. Bestätige mit Passwörter exportieren.
  5. Authentifiziere dich erneut mit deinem System-Passwort oder biometrisch.
  6. Wähle einen Speicherort für die CSV-Datei und vergib einen aussagekräftigen Namen. Speichere die Datei an einem sicheren Ort, idealerweise auf einem verschlüsselten Laufwerk.
  7. Die Datei enthält alle Passwörter im Klartext – lösche sie nach der Verwendung oder verschlüssele sie umgehend.

Warum das funktioniert: Chromes Passwort-Verwaltung

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Chrome speichert Passwörter verschlüsselt in einer lokalen Datenbank auf deinem Gerät. Die Verschlüsselung nutzt die Anmeldedaten deines Betriebssystems als Schlüssel – deshalb musst du dich beim Anzeigen authentifizieren.

Wenn du in deinem Google-Konto angemeldet bist, synchronisiert Chrome die Passwörter zusätzlich verschlüsselt in die Cloud. Der Export-Mechanismus entschlüsselt alle Passwörter und schreibt sie in eine einfache CSV-Textdatei mit den Spalten URL, Benutzername und Passwort.

Diese Funktion ist bewusst mit Sicherheitsabfragen versehen, da exportierte Passwörter ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Die CSV-Datei kann von jedem geöffnet und gelesen werden, der Zugriff darauf hat.

Stolperfallen und häufige Fehler

Export-Funktion nicht sichtbar: In manchen Chrome-Versionen oder bei bestimmten Unternehmens-Richtlinien kann die Export-Funktion deaktiviert sein. Prüfe, ob dein Chrome von einer Organisation verwaltet wird (steht ganz unten in den Einstellungen). In diesem Fall kontaktiere deine IT-Abteilung.

Authentifizierung schlägt fehl: Wenn Chrome dein System-Passwort nicht akzeptiert, stelle sicher, dass du das aktuelle Passwort deines Benutzerkontos verwendest. Bei biometrischer Authentifizierung muss die entsprechende Funktion in deinem Betriebssystem aktiviert sein.

CSV-Datei unsicher gespeichert: Der häufigste Fehler ist, die exportierte Datei im Downloads-Ordner zu vergessen. Speichere sie niemals dauerhaft unverschlüsselt. Nutze sie nur für den unmittelbaren Import in einen anderen Passwort-Manager und lösche sie danach sicher (nicht nur in den Papierkorb verschieben).

Sync-Probleme: Wenn du Passwörter auf mehreren Geräten nutzt, stelle sicher, dass Chrome synchronisiert wurde, bevor du exportierst. Prüfe in den Einstellungen unter „Synchronisierung“ den Status. Andernfalls fehlen möglicherweise neuere Einträge.

Schnellerer Weg: Direkter Zugriff per URL

Du kannst die Passwort-Verwaltung direkt aufrufen, indem du chrome://password-manager/passwords in die Adresszeile eingibst und Enter drückst. Das spart mehrere Klicks durch die Einstellungen.

Für noch schnelleren Zugriff kannst du diese URL als Lesezeichen speichern. Alternativ nutzt du die Tastenkombination Strg+Shift+P (Windows) oder Cmd+Shift+P (Mac) in manchen Chrome-Versionen – dies kann aber je nach Konfiguration variieren.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann ich einzelne Passwörter exportieren?
Nein, Chrome exportiert immer alle gespeicherten Passwörter auf einmal. Du kannst aber nach dem Export die CSV-Datei mit einem Texteditor oder Excel öffnen und manuell filtern oder Zeilen löschen.

Sind meine Passwörter sicher, wenn ich sie in Chrome speichere?
Ja, solange dein Gerät und Google-Konto geschützt sind. Chrome verschlüsselt Passwörter lokal und in der Cloud. Nutze ein starkes Master-Passwort für dein Google-Konto und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung für maximale Sicherheit.

Kann ich die CSV-Datei in andere Passwort-Manager importieren?
Ja, die meisten Passwort-Manager wie 1Password, Bitwarden, LastPass oder KeePass unterstützen den Import von Chrome-CSV-Dateien. Prüfe die Import-Funktion deines Ziel-Managers – meist findest du dort eine Option für „Chrome“ oder „CSV-Import“.