Gestern Abend hat Apple den Vorhang gelüftet: Es wird kein iPhone 5 geben, sondern stattdessen nur ein iPhone 4S. Genau das hatten einige Blogger schon vorausgesagt, zumindest dass es auch ein 4S geben gibt. Auch viele technische Details, etwa die Kamera oder Spracheingabe betreffend, wurden von Bloggern korrekt vorhergesagt.
Apple wird vorerst kein iPhone 5 anbieten, stattdessen hat Apple ein iPhone 4S aus der Taufe gehoben. Ein schnellerer Prozessor und eine bessere Fotokamera waren erwartet worden. Wirklich neu ist eigentlich nur Siri, die Spracherkennung, die durchaus interessante Ansätze hat.
Wer Amazon nur als großes Versandhaus sieht, der hat noch nicht begriffen, was Amazon wirklich ist. In Wahrheit konkurriert Amazon längst mit Anbietern wie Apple oder Google, zumindest in bestimmten Märkten. Apple verkauft eBooks. Amazon verkauft eBooks. Apple verkauft Online-Musik. Amazon verkauft Online-Musik. Aple und Google verleihen online Filme, Amazon verleiht online Filme. Darum baut Amazon jetzt ein eigenes Tablet-Gerät.
Das Wortspiel zwingt sich beinahe auf: Amazon will eine Alternative zum iPad anbieten und nennt diese Alternative „Fire“, zu deutsch: Feuer. Da muss man doch einfach davon ausgehen, dass Amazon der Konkurrenz Feuer unterm Hintern machen will.
Al Gore ist nicht nur Ex-Vizepräsident der USA, Umweltaktivist und stolzer Träger des Friedensnobelpreis, sondern sitzt auch im Vorstand von Apple. Man kann also davon ausgehen: Der Mann kennt wichtige Firmengeheimnisse. Etwa, wann das lang ersehnte iPhone 5 auf den Markt kommt. Jetzt soll er sich verplappert haben.
Das iPhone ist eine einzigartige Erfolgsstory. Apple verkauft das Luxus-Handy in unglaublichen Stückzahlen. Dank unglaublicher Margen bringt das teure Handy dem kalifornischen Unternehmen satte Gewinne. Allerdings gibt es auch Kritik am iPhone, vor allem an der Herstellung des vor allem in Asien gefertigten Smartphones. Niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten, schlechte Arbeitsbedingungen, giftiger, unzureichend entsorgter Elektromüll – die Liste der Vorwürfe ist lang.
Lange galt Apple als cool. Doch dieses Image bekommt Risse, nicht zuletzt deswegen, weil Apple sich immer stärker und vor allem öfter auf juristischem Weg zu wehren versucht. So hat Apple in Deutschland das koreanische Unternehmen Samsung von den Kadi gezerrt. Angeblich sei das Galaxy Tab eine plumpe Kopie des iPad. Das Landgericht Düsseldorf hat entschieden: Samsung darf sein Galaxy Tab 10.1 auch weiterhin in Deutschland nicht verkaufen, weil es zu viele äußerliche Ähnlichkeiten gibt.
Wer Apps oder elektronische Publikationen auf iPad oder iPhone verkaufen will, kommt an Apple nicht vorbei. Apple kontrolliert nicht nur, wer überhaupt etwas im AppStore anbieten darf (und was), sondern kassiert auch 30% des Umsatzes. Da wollte die Financial Times nicht mitspielen. Die angesehene Zeitung hat die Reißleine gezogen, sie ist raus aus dem AppStore.