Facebook hat es mit seinen „Sponsored Posts“ vorgemacht: Werbung, die mit den Gesichtern von echten Menschen verziert ist, erfreut sich großer Aufmerksamkeit und kommt bei der Werbeindustrie gut an. Jetzt will auch Google etwas Vergleichbares machen: Ab 11. November kann es jedem Mitglied von Google+ passieren, dass sein Name und Gesicht neben einer Anzeige auftaucht. Anders als bei Facebook aber nicht nur im sozialen Netzwerk selbst, sondern auch auf den Ergebnisseiten der Google-Suche oder auf irgendwelchen Anzeigen, die Google auf Webseiten platziert.
„Gott hat Facebook befreit“, so jubelten User im Iran, nachdem Facebook plötzlich und unerwartet im Land wieder frei genutzt werden konnte, ohne technische Tricks oder irgendwelche Umwege. Jahrelang hatte das Regime den Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter konsequent blockiert.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich jetzt auf einer Technologiekonferenz in San Francisco ungewohnt kritisch über die Regierung geäußert. „Ich denke, die Regierung hat es vergeigt“, klagt Zuckerberg. Das liebste Argument von Geheimdiensten und Regierung: Die Dienste hätten keine Amerikaner ausspioniert.
Sponsored Posts sind eine besonders geschickte Methode, innerhalb von Facebook Werbung für Produkte oder Services zu machen, die Facebook eine Menge Geld einbringen. Jetzt haben User dagegen geklagt – und Recht bekommen.
Rund zwei Drittel aller Menschen sind derzeit noch vom Internet ausgeschlossen. Fünf Milliarden Menschen, die nicht online gehen können, die nicht googeln oder sich über Facebook befreunden können. Und es ist nicht abzusehen, dass sich das rasch ändert. Deshalb wurde jetzt eine Initiative gestartet, die helfen will: Internet.org. Angeführt von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.
In der westlichen Welt ist Internetzugang mittlerweile mehr oder weniger selbstverständlich. In der dritten Welt allerdings nicht, etwa in Afrika oder in Südamerika. Das soll sich ändern. Facebook, Samsung, Nokia, Ericsson sowie die Browser-Hersteller Opera haben eine Initiative gegründet, die fünf Milliarden Menschen, die bislang noch nicht online sind, künftig mit Internet zu versorgen.
Facebook ist ständig auf der Suche nach neuen Werbeformen, die Geld in die Kassen des Unternehmens spülen. Medienberichten zufolge plant das Social Network, künftig kurze Werbeclips im Nachrichtenstrom anzuzeigen. Noch in diesem Jahr soll es so weit sein: Dann sollen Werbetreibende 15 Sekunden lange Spots buchen können, die den Usern im Newsfeed angezeigt werden
Facebook hat mittlerweile über eine Milliarde Mitglieder weltweit. Demnächst könnten es ein paar weniger werden, denn das Land Baden-Württemberg verbietet seinen Lehrern jetzt den Umgang mit Facebook, zumindest den dienstlichen Umgang. Besonders schlau ist das nicht.