Passwörter sind der Schlüssel zu Onlinediensten, E-Mail-Postfächern und Onlineshops. Nur wer das geheime Kennwort eingibt, bekommt Zugang. So weit, so praktisch. Allerdings gibt es zwei Probleme: Zum einen müssen sich Benutzer heute unzählige Passwörter merken, was nicht immer leicht fällt, zumal viele Onlinedienste spezielle Spielregeln für Passwörter haben. Außerdem steht und fällt die Sicherheit eines Passworts mit seiner Länge und Komplexität: Allzu kurze und einfache Passwörter lassen sich leicht knacken, komplizierte Passwörter aber nicht wirklich merken.
Windows lässt sich zwar mit einem Kennwort schützen; sonderlich sicher ist das aber nicht. Mit Hackertools wie Ophcrack oder NTpasswsd lassen sich die Kennwörter aus der Benutzerdatenbank problemlos auslesen. Wer auch das verhindern möchte, kann eine zusätzliche Passwortabfrage einrichten.
Wie lautete noch einmal das WLAN-Kennwort? Liegt die Einrichtung des Funknetzwerks schon eine Zeit zurück und soll jetzt ein neues Gerät eingebunden werden, erinnert man sich kaum noch an das Passwort. Macht nichts, denn das WLAN-Kennwort lässt sich ganz einfach mit Bordmitteln auslesen.
Dropbox hatte eine riesige Panne: Vier Stunden lang (20. Juni 2011, 23 Uhr bis 3 Uhr morgens) hat Dropbox nach dem Einspielen einer neuen Softwareversion beim Einloggen jedes beliebige Passwort akzeptiert. Faktisch konnte sich also jeder in jedes Dropbox-Konto einloggen. Ohne Wenn und Aber.
Passwörter muss man sich kaum noch merken. Die meisten Browser füllen das Kennwortfeld automatisch aus. Doch was tun, wenn man das Kennwort vergessen hat, dieses aber noch in Form von Sternchen oder Punkten im Passwortfeld steht? Ein Trick macht das versteckte Kennwort sichtbar.
Arbeiten mehrere Personen an einem Dokument, sollten wichtige Bereiche vor Veränderungen geschützt werden. Wer zum Beispiel Manipulationen an Kopf- oder Fußzeilen verhindern möchte, kann sie per Passwort schützen.
Einmal eingerichtet bleibt das Benutzerkennwort auf den meisten Rechnern jahrelang unverändert. Sicherheitsexperten raten jedoch, das Kennwort regelmäßig zu ändern; zum Beispiel alle drei Monate. Damit man’s nicht vergisst, kann Windows auf Wunsch an die Passwortänderung erinnern.
Eine gute Headline sorgt für Aufmerksamkeit – soll sie auch. Gute Journalistentradition. Aber sie sollte keinen falschen Eindruck erwecken, finde ich. Doch nicht alle halten sich daran: Spiegel Online macht mit einer Headline auf, die eine völlig falsche Fährte führt.