Obwohl Windows 10 offiziell im Oktober 2025 das Ende erreichte und Microsoft den Fokus komplett auf Windows 11 verlagert hat, nutzen noch immer Millionen von Geräten weltweit Windows 10. Für Unternehmen, die Extended Security Updates (ESU) erworben haben, oder für Nutzer, die ältere Hardware mit Windows 10 betreiben, ist das Herunterladen und Neuinstallieren von Windows 10 nach wie vor relevant.
Mit dem Media Creation Tool konntet ihr bis zum Support-Ende Windows 10 direkt von Microsoft herunterladen, um ein Upgrade zu starten oder einen Datenträger zur Installation zu erstellen. Auch heute noch benötigen viele diese Funktion für Legacy-Systeme oder Reparaturen. Das Problem: Der 3,9-Gigabyte-Download kann abbrechen – besonders ärgerlich bei langsameren Verbindungen.
Download-Unterbrechungen clever lösen
Wenn der Windows 10-Download zwischendurch abbricht, müsst ihr nicht alles von vorne herunterladen. Es gibt einen versteckten Mechanismus, mit dem ihr den Download genau dort fortsetzen könnt, wo er unterbrochen wurde.
So geht’s:
- Versteckte Dateien einblenden: Öffnet den Windows Explorer und aktiviert über die Registerkarte „Ansicht“ die Option „Ausgeblendete Elemente“
-
Zum Download-Ordner navigieren: Wechselt zum Pfad
C:$Windows.~WSSourcesWindowssources -
Download fortsetzen: Führt die Datei
setupprep.exeper Doppelklick aus
Der Download wird genau an der Stelle fortgesetzt, wo er abgebrochen war. Dieser Trick funktioniert, weil das Media Creation Tool die bereits heruntergeladenen Datenblöcke in temporären Verzeichnissen zwischenspeichert.
Warum passieren Download-Abbrüche?
Gerade in der Hochzeit von Windows 10 waren die Microsoft-Server oft überlastet. Millionen von Computern luden gleichzeitig das Update herunter. Selbst bei schnellen Internetverbindungen kam es zu Timeouts oder Geschwindigkeitseinbrüchen. Heute sind die Server weniger belastet, aber andere Faktoren können Downloads noch immer unterbrechen:
- Instabile Internetverbindung: Besonders bei WLAN oder Mobilfunk
- Energiespareinstellungen: Computer wechselt in den Standby-Modus
- Antivirus-Software: Unterbricht den Download-Prozess
- Festplattenspeicher: Wird während des Downloads knapp
Alternative Download-Methoden
Falls ihr häufiger mit Download-Problemen kämpft, gibt es Alternativen:
ISO-Download über Browser: Microsoft bietet Windows 10 ISOs auch direkt zum Download an. Mit einem Download-Manager wie Free Download Manager oder JDownloader könnt ihr unterbrochene Downloads automatisch fortsetzen.
Offline-Installation vorbereiten: Ladet die ISO-Datei einmal vollständig herunter und brennt sie auf DVD oder kopiert sie auf einen USB-Stick. So habt ihr immer eine Installationsquelle parat.
Windows 11 als zukunftssichere Alternative
Während Windows 10 noch funktioniert, solltet ihr mittelfristig auf Windows 11 umsteigen. Die Hardware-Anforderungen sind gestiegen (TPM 2.0, Secure Boot, UEFI), aber dafür bietet Windows 11:
- Bessere Sicherheit: Verschlüsselung und Schutz vor Malware sind deutlich verbessert
- Modernere Oberfläche: Überarbeitetes Design mit neuen Produktivitäts-Features
- Längeren Support: Bis mindestens 2031, wahrscheinlich länger
- KI-Integration: Copilot und andere KI-Features sind nativ integriert
Das Media Creation Tool für Windows 11 funktioniert übrigens genauso und hat den gleichen Resume-Mechanismus.
Troubleshooting-Tipps
Falls der Resume-Trick nicht funktioniert:
- Temporäre Dateien löschen: Leert den Ordner
C:$Windows.~WSkomplett und startet neu - Als Administrator ausführen: Rechtsklick auf setupprep.exe → „Als Administrator ausführen“
- Windows Update pausieren: Verhindert Konflikte während des Downloads
- Firewall temporär deaktivieren: Manchmal blockiert die Firewall den Download-Prozess
Mit diesen Methoden solltet ihr auch bei problematischen Internetverbindungen erfolgreich Windows 10 herunterladen können, ohne stundenlang warten zu müssen.
Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

