Windows Phone Gerätename ändern: So geht’s auch heute noch

von | 20.04.2015 | Windows

Windows Phone ist Geschichte – und mit ihm eine Ära mobiler Computing-Träume von Microsoft. Wer heute noch ein Windows 10 Mobile-Gerät in der Schublade hat oder aus nostalgischen Gründen nutzt, stößt oft auf kleine Anpassungswünsche. Einer davon: den Gerätenamen ändern.

Während moderne Android- und iOS-Geräte längst intuitive Wege bieten, den Gerätenamen zu personalisieren, war das bei Windows Phone anfangs umständlich. Bei frühen Versionen musste der PC herhalten, um dem Smartphone eine individuelle Bezeichnung zu verpassen.

Der einfache Weg unter Windows 10 Mobile

Mit Windows 10 Mobile wurde dieser Prozess deutlich vereinfacht. Wer seinem Gerät einen individuellen Namen geben möchte, öffnet die „Einstellungen“-App und navigiert zu „System“ > „Über“. Dort findet sich unter dem aktuellen Gerätenamen der Button „Namen bearbeiten“. Ein Fingertipp darauf öffnet ein Eingabefeld, in das ihr den gewünschten Namen eintippt. Mit „Speichern“ wird die Änderung übernommen.

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Warum der Gerätename wichtig ist

Der Gerätename ist mehr als nur eine Bezeichnung. Er erscheint in verschiedenen Kontexten: beim Verbinden mit dem PC, in Netzwerkübersichten, bei Bluetooth-Kopplungen und in IT-Management-Systemen. Ein aussagekräftiger Name wie „Sarahs-Lumia“ statt dem generischen „Windows Phone“ erleichtert die Identifikation erheblich.

Besonders in Unternehmen oder Haushalten mit mehreren Geräten ist eine eindeutige Benennung unverzichtbar. Administratoren können Geräte schneller zuordnen, und bei Troubleshooting-Prozessen spart ein klarer Gerätename wertvolle Zeit.

Das Ende einer Ära

Microsoft stellte die Entwicklung von Windows 10 Mobile offiziell im Jahr 2017 ein. Der Support endete vollständig im Dezember 2019. Seitdem erhalten die Geräte keine Sicherheitsupdates mehr, was sie für den produktiven Einsatz ungeeignet macht.

Trotzdem haben Windows Phone-Geräte ihre Berechtigung – als Entwicklertools, für Retro-Computing-Enthusiasten oder in geschlossenen Netzwerkumgebungen ohne Internetanschluss. Die einzigartige Kachel-Oberfläche und die flüssige Performance selbst auf schwächerer Hardware machten Windows Phone zu einem interessanten Alternativkonzept.

Alternativen für moderne Nutzer

Wer heute ein ähnlich aufgeräumtes, produktivitätsorientiertes Smartphone-Erlebnis sucht, findet Alternativen: Der Microsoft Launcher für Android bringt Live Tiles und Office-Integration auf moderne Geräte. Auch iOS bietet mit Widgets und der engen Microsoft 365-Anbindung einen gangbaren Weg für ehemalige Windows Phone-Nutzer.

Die Gerätenamens-Änderung funktioniert bei beiden Plattformen ähnlich intuitiv: Android-Nutzer finden die Option unter „Einstellungen“ > „Über das Telefon“ > „Gerätename“, iOS-Nutzer unter „Einstellungen“ > „Allgemein“ > „Info“ > „Name“.

Legacy-Support und Kompatibilität

Wichtig für Nutzer, die Windows 10 Mobile-Geräte noch aktiv verwenden: Viele moderne Cloud-Dienste und Apps funktionieren nicht mehr. Der Edge-Browser erhält keine Updates, neue TLS-Verschlüsselungsstandards werden nicht unterstützt, und selbst Microsoft-eigene Dienste wie Teams oder neuere Office-Versionen sind inkompatibel.

Für spezielle Anwendungsfälle – etwa als dediziertes Musik-Gerät, eBook-Reader oder für lokale Anwendungen – können die Geräte aber durchaus noch Sinn machen. Die solide Verarbeitungsqualität vieler Lumia-Modelle und die nach wie vor flüssige Bedienung sprechen für sich.

Übrigens: Die Namensänderung funktioniert auch rückwirkend mit Windows Phone 8.1.2 an der beschriebenen Stelle. Microsoft hatte diese Funktion bereits vor dem großen Windows 10 Mobile-Update eingeführt, was zeigt, dass das Unternehmen durchaus auf Nutzerfeedback hörte.

Heute ist die Smartphone-Landschaft von iOS und Android dominiert, doch Windows Phone bleibt ein faszinierendes Kapitel der Technikgeschichte – und für manche Nutzer ein funktionales Nischenwerkzeug.

Zuletzt aktualisiert am 15.04.2026