Windows Store: Anderes Microsoft-Konto nutzen

von | 13.03.2016 | Windows

Der Microsoft Store in Windows 11 und 10 ist die zentrale Plattform für Apps, Spiele und digitale Inhalte. Standardmäßig nutzt der Store das Microsoft-Konto, mit dem ihr euch in Windows angemeldet habt. Doch manchmal ist es sinnvoll, ein anderes Konto zu verwenden – etwa wenn ihr ein spezielles Konto für Einkäufe habt oder Familienmitglieder ihre eigenen Konten nutzen sollen.

Warum ein anderes Microsoft-Konto im Store verwenden?

Es gibt mehrere Gründe, warum ihr im Microsoft Store ein anderes Konto nutzen möchtet: Vielleicht habt ihr ein Geschäftskonto für Windows, möchtet aber private Apps mit eurem persönlichen Konto kaufen. Oder ihr teilt euch einen PC und wollt eure Einkäufe getrennt abwickeln. Auch bei Xbox Game Pass-Abonnements oder unterschiedlichen Zahlungsmethoden kann ein Kontowechsel praktisch sein.

So wechselt ihr das Microsoft-Konto im Store

Der Wechsel des Microsoft-Kontos im Store ist in Windows 11 und 10 ähnlich, hat aber kleine Unterschiede:

  1. Öffnet den Microsoft Store über das Startmenü oder durch Klick auf das Store-Symbol in der Taskleiste.
  2. In Windows 11 klickt ihr oben rechts auf euer Profilbild. In Windows 10 findet ihr das Konto-Symbol ebenfalls in der oberen Leiste.
  3. Wählt euren Namen oder „Konto verwalten“ aus dem Dropdown-Menü.
  4. Klickt auf „Abmelden“ – in Windows 11 ist dieser Button deutlich sichtbar, in Windows 10 müsst ihr eventuell noch einmal auf euren Namen klicken.
  5. Nach der Abmeldung könnt ihr euch mit dem gewünschten Microsoft-Konto neu anmelden.
  6. Gebt die E-Mail-Adresse und das Passwort des anderen Kontos ein.

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Wichtige Hinweise zum Kontowechsel

Beachtet, dass der Kontowechsel nur den Microsoft Store betrifft – euer Windows-System bleibt mit dem ursprünglichen Konto verbunden. Apps, die ihr mit dem neuen Konto kauft, sind an dieses Konto gebunden und können nur verwendet werden, solange ihr damit angemeldet seid.

Probleme beim Kontowechsel lösen

Manchmal hakt der Wechsel: Falls der Store das neue Konto nicht akzeptiert, prüft zunächst die Internetverbindung. Clearing des Store-Cache kann ebenfalls helfen: Geht in die Windows-Einstellungen unter „Apps“, sucht den Microsoft Store und klickt auf „Erweiterte Optionen“. Dort findet ihr die Option „Zurücksetzen“.

Alternativ könnt ihr den Store-Cache über die Eingabeaufforderung leeren: Drückt Windows-Taste + R, gebt „wsreset.exe“ ein und bestätigt mit Enter. Das Tool bereinigt den Store-Cache und startet die App neu.

Familienfunktionen und Kindersicherung

Besonders praktisch ist der Kontowechsel bei Familien-PCs. Kinder können mit ihren eigenen Microsoft-Konten angemeldet werden, wodurch Eltern über die Microsoft-Familieneinstellungen Kontrolle über Downloads und Käufe behalten. Diese Funktion wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert und bietet nun granulare Kontrolle über Ausgaben und Inhalte.

Xbox Integration und Gaming

Für Gamer ist der Kontowechsel besonders relevant: Euer Xbox-Profil, Achievements und der Game Pass sind an euer Microsoft-Konto gekoppelt. Wechselt ihr das Konto im Store, ändert sich auch der Zugang zu euren Xbox-Inhalten. Das kann praktisch sein, wenn verschiedene Familienmitglieder eigene Gaming-Profile haben.

Business vs. Private Konten

Viele Nutzer haben sowohl ein privates als auch ein geschäftliches Microsoft-Konto. Der Store-Kontowechsel ermöglicht es, berufliche Apps über das Firmenkonto zu beziehen, während private Software über das persönliche Konto läuft. Das hilft bei der Kostentrennung und Lizenzierung.

Synchronisation und Cloud-Dienste

Denkt daran, dass der Kontowechsel auch die OneDrive-Synchronisation und andere Microsoft-Dienste beeinflussen kann. Apps, die mit Cloud-Diensten verknüpft sind, nutzen möglicherweise die Daten des aktuell im Store aktiven Kontos.

Der Microsoft Store hat sich seit Windows 10 erheblich weiterentwickelt und unterstützt nun auch Android-Apps über das Windows-Subsystem für Android (nur Windows 11). Diese Neuerungen machen den Store zu einer noch zentraleren Anlaufstelle für Software aller Art – und damit wird auch die flexible Kontoverwaltung immer wichtiger.

Zuletzt aktualisiert am 09.04.2026