Microsoft rollt auch im Februar 2026 wieder ein umfangreiches Update-Paket aus. Der monatliche Patch Tuesday bringt diesmal 18 Sicherheitsupdates mit sich, von denen 6 als kritisch eingestuft werden. Die restlichen 12 gelten als wichtig und sollten zeitnah installiert werden.
Die Februar-Updates betreffen neben verschiedenen Windows 11-Versionen auch Windows 10, Microsoft Edge, Office 365, SharePoint Server und die Azure-Dienste. Besonders im Fokus stehen diesmal Schwachstellen in der Windows-Kernel-Architektur und im Edge-Browser, die bereits aktiv von Cyberkriminellen ausgenutzt werden.
Kritische Zero-Day-Lücken geschlossen
Zwei der kritischen Updates schließen sogenannte Zero-Day-Vulnerabilities – Sicherheitslücken, die bereits aktiv ausgenutzt werden, bevor Microsoft sie beheben konnte. Eine davon betrifft den Windows Defender SmartScreen, der eigentlich vor schädlichen Downloads schützen soll. Angreifer konnten diese Schutzfunktion umgehen und Malware unbemerkt einschleusen.
Die zweite Zero-Day-Lücke steckt im Windows-Kernel selbst und ermöglicht es Angreifern, ihre Berechtigungen zu erweitern und die volle Kontrolle über ein System zu übernehmen. Microsoft stuft beide Schwachstellen als „sofort zu patchen“ ein.
Windows 10 Support läuft aus
Besonders brisant: Windows 10 erreicht im Oktober 2026 sein Support-Ende. Nur noch acht Monate erhalten Nutzer kostenlose Sicherheitsupdates. Danach müssen sie entweder auf Windows 11 umsteigen oder kostenpflichtige Extended Security Updates kaufen.
Von den 18 Februar-Patches betreffen noch 12 Windows 10 – ein deutliches Zeichen, dass Microsoft seine Ressourcen bereits verstärkt auf Windows 11 und die kommende Windows 12-Generation konzentriert. Wer noch Windows 10 nutzt, sollte jetzt den Umstieg planen.
Neue Sicherheitsfeatures in Windows 11
Windows 11 Nutzer profitieren von zusätzlichen Sicherheitsverbesserungen. Microsoft hat die Kernel Guard Protection erweitert und den neuen „Smart App Control“ eingeführt. Dieser analysiert Downloads in Echtzeit und blockiert verdächtige Software noch vor der Installation.
Auch die Integration von Microsoft Defender wurde verbessert. Das Tool erkennt jetzt KI-generierte Phishing-Mails zuverlässiger und kann sogar Deepfake-Audioaufnahmen in Teams-Anrufen identifizieren.
Office und Cloud-Dienste betroffen
Neben Windows betreffen die Updates auch Office 365 und Microsoft 365. Hier wurden Schwachstellen in Excel, PowerPoint und Teams geschlossen. Besonders kritisch war eine Lücke in Microsoft SharePoint, über die Angreifer sensible Unternehmensdaten abgreifen konnten.
Cloud-Kunden von Microsoft Azure erhalten automatische Updates für ihre virtuellen Maschinen. Wer eigene Server betreibt, muss die Patches manuell einspielen.
Installation und Neustart erforderlich
Die meisten Updates erfordern nach der Installation einen Neustart. Microsoft empfiehlt, die Patches außerhalb der Geschäitszeiten zu installieren. Windows 11 Pro und Enterprise können die Installation über Gruppenrichtlinien steuern und zeitlich versetzt ausrollen.
Home-Nutzer sollten die automatischen Updates aktiviert lassen. Windows lädt die Patches dann selbstständig herunter und installiert sie beim nächsten Neustart. Wer die Installation manuell steuern möchte, findet die Updates unter Einstellungen > Windows Update.
Probleme mit älteren Treibern möglich
Erfahrungsgemäß können die Updates bei älteren Systemen zu Problemen führen. Besonders Grafik- und Netzwerktreiber sind betroffen. Microsoft rät dazu, vor der Installation ein Backup zu erstellen und wichtige Treiber auf den neuesten Stand zu bringen.
Wer nach der Installation Probleme feststellt, kann über die Windows-Wiederherstellung die Updates rückgängig machen. Allerdings bleibt das System dann weiterhin verwundbar.
Fazit: Schnell patchen empfohlen
Angesichts der aktiv ausgenutzen Zero-Day-Lücken solltet ihr die Updates zeitnah installieren. Wartet nicht auf den nächsten geplanten Neustart, sondern führt die Installation bewusst durch. Cyberkriminelle nutzen oft die ersten Tage nach Veröffentlichung der Patches, um noch ungepatchte Systeme anzugreifen.
Wer noch Windows 10 verwendet, sollte ernsthaft über den Umstieg auf Windows 11 nachdenken. Die Zeit wird knapp, und neue Sicherheitsfeatures gibt es nur noch für das aktuelle System.
Zuletzt aktualisiert am 21.04.2026

