Bei wissenschaftlichen Arbeiten, Abschlussthesen oder anderen akademischen Dokumenten müsst ihr oft die exakte Wortanzahl angeben – und dabei zählen häufig auch die Wörter in Fußnoten mit. Microsoft Word zeigt standardmäßig die Gesamtwortanzahl an, aber wie bekommt ihr heraus, wie viele Wörter speziell in den Fußnoten stehen? Mit einem cleveren Trick könnt ihr das ganz einfach herausfinden.
Der klassische Weg: Differenzmethode in Word
Öffnet zunächst euer Word-Dokument. In der Statusleiste am unteren Bildschirmrand seht ihr automatisch die Wortanzahl des gesamten Dokuments. Klickt auf diese Zahl – daraufhin öffnet sich das Dialogfeld „Wörter zählen“.
Hier findet ihr die entscheidende Option: Textfelder, Fuß- und Endnoten berücksichtigen. Entfernt zunächst den Haken bei dieser Option und notiert euch die angezeigte Wortanzahl – das ist euer Haupttext ohne Fußnoten. Setzt dann den Haken wieder und notiert die neue Zahl. Die Differenz zwischen beiden Werten entspricht exakt der Anzahl der Wörter in euren Fußnoten.
Moderne Alternativen: Word 365 und neuere Versionen
In aktuellen Word-Versionen (Microsoft 365, Word 2021 und 2024) gibt es zusätzliche Möglichkeiten. Das Dialogfeld „Wörter zählen“ zeigt mittlerweile detailliertere Statistiken an, einschließlich separater Angaben für verschiedene Dokumentbereiche.
Ihr könnt das Dialogfeld übrigens auch über den Menüpunkt „Überprüfen“ > „Wörter zählen“ oder mit der Tastenkombination Strg + Shift + G öffnen. Besonders praktisch: In Word 365 wird die Wortanzahl in Echtzeit aktualisiert, auch wenn ihr gerade Text hinzufügt oder bearbeitet.
Profitipp: Nur bestimmte Fußnoten zählen
Wenn ihr nur die Wörter in bestimmten Fußnoten zählen wollt, markiert den entsprechenden Text in der Fußnotenansicht und schaut in die Statusleiste. Word zeigt dann automatisch die Wortanzahl der Auswahl an – eine Funktion, die viele übersehen.
Um in die Fußnotenansicht zu wechseln, klickt doppelt auf eine Fußnotennummer im Text oder geht über „Verweise“ > „Notizen anzeigen“. In dieser Ansicht könnt ihr gezielt einzelne Fußnoten markieren und deren Wortanzahl ablesen.
Warum ist das überhaupt wichtig?
Viele Universitäten und Verlage haben spezifische Vorgaben für Wortanzahlen. Während manche Institute nur den Haupttext zählen, verlangen andere die Einbeziehung von Fußnoten. Besonders bei umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten mit vielen Quellenangaben und Erläuterungen in den Fußnoten kann das einen erheblichen Unterschied machen.
Ein typisches Beispiel: Eine 80-seitige Masterarbeit hat im Haupttext 18.000 Wörter, in den Fußnoten aber zusätzliche 3.500 Wörter. Je nach Vorgabe liegt ihr dann entweder unter oder über dem geforderten Limit.
Alternative Tools und Methoden
Falls Word mal nicht zur Verfügung steht, gibt es andere Lösungen. Google Docs zeigt ebenfalls Wortstatistiken an (Extras > Wörter zählen), behandelt Fußnoten aber anders. LibreOffice Writer bietet ähnliche Funktionen wie Word.
Für komplexere Analysen könnt ihr auch spezialisierte Tools wie WriteCheck oder Scribbr nutzen, die nicht nur Wörter zählen, sondern auch andere Textstatistiken liefern.
Häufige Stolperfallen vermeiden
Achtet darauf, dass automatische Verzeichnisse (Inhalts-, Abbildungs- oder Literaturverzeichnis) oft separat gezählt werden. Wenn ihr unsicher seid, was in die Wortanzahl einfließt, fragt bei eurer Uni oder eurem Verlag explizit nach.
Besonders wichtig: Einige Formatierungen können die Wortzählung beeinflussen. Textboxen, Tabellen oder eingebettete Objekte werden je nach Einstellung mit- oder nicht mitgezählt. Überprüft daher immer die Einstellungen im Wörter-zählen-Dialog.
Mit diesen Methoden habt ihr die volle Kontrolle über eure Textstatistiken und könnt sicherstellen, dass eure Arbeiten den formalen Anforderungen entsprechen.
Zuletzt aktualisiert am 06.04.2026

