Windows Start-Menü: Layout für alle Benutzer synchronisieren

von | 04.09.2016 | Windows

Nutzt ihr auf eurem Windows-Computer mehrere Konten und Benutzer, hat jede Person ihr eigenes Start-Menü-Layout. Wer das nicht will, sondern möchte, dass alle das gleiche Layout der Kacheln nutzen, kann die Einträge miteinander synchronisieren.

Dazu sind nur ein paar PowerShell-Befehle nötig. Diese Methode funktioniert sowohl unter Windows 10 als auch unter Windows 11 und ist besonders praktisch in Büroumgebungen oder Familien-PCs, wo ein einheitliches Layout gewünscht ist.

Warum ein einheitliches Start-Menü sinnvoll ist

Ein synchronisiertes Start-Menü-Layout bringt mehrere Vorteile mit sich: Nutzer finden wichtige Programme immer an der gleichen Stelle, die IT-Administration wird vereinfacht und neue Benutzer können sofort produktiv arbeiten, ohne erst das Start-Menü nach ihren Bedürfnissen anpassen zu müssen.

Besonders in Unternehmen ist diese Funktion wertvoll, da sie eine konsistente Benutzererfahrung schafft und den Support-Aufwand reduziert. Auch Familien profitieren davon, wenn beispielsweise alle Mitglieder die gleichen Programme schnell finden sollen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Hier die Schritte im Einzelnen:

  1. Zunächst meldet ihr euch mit einem Konto bei Windows an, das über Administrator-Rechte verfügt.
  2. Nun das Start-Menü so anordnen wie gewünscht. Pinnt wichtige Apps an, entfernt überflüssige Kacheln und ordnet alles so an, wie es für alle Nutzer optimal ist.
  3. Jetzt über das Such-Feld nach „PowerShell“ oder „Terminal“ suchen und auf das Ergebnis mit der rechten Maustaste klicken.
  4. Über das Kontextmenü lässt sie sich dann „Als Administrator ausführen“ starten.
  5. Mit dem folgenden Kommando wird das Layout des Start-Menüs exportiert:
    Export-Startlayout -path C:WindowsTempSMenu.xml
  6. Nun wieder importieren, aber für alle Konten:
    Import-StartLayout -LayoutPath C:WindowsTempSMenu.xml -MountPath $env:SystemDrive
  7. Zum Schluss die PowerShell beenden – fertig.

win10-start-menu

Was passiert im Hintergrund?

Der Export-Befehl erstellt eine XML-Datei, die alle Informationen über die Anordnung der Kacheln, gepinnten Apps und Ordner im Start-Menü enthält. Diese Datei wird im Windows-Temp-Ordner gespeichert und kann bei Bedarf auch an andere Computer weitergegeben werden.

Der Import-Befehl wendet diese Konfiguration dann systemweit an. Wichtig: Bereits bestehende Benutzerkonten behalten ihre individuellen Anpassungen. Das neue Layout wird vor allem für neu erstellte Benutzerkonten übernommen.

Erweiterte Optionen und Tipps

Für IT-Administratoren gibt es noch weitere Möglichkeiten: Das Layout kann auch über Gruppenrichtlinien verteilt oder in einem Netzwerk zentral verwaltet werden. Die XML-Datei lässt sich außerdem manuell bearbeiten, um spezielle Anpassungen vorzunehmen.

Wenn ihr das Layout später ändern wollt, wiederholt einfach den Vorgang. Das System überschreibt die bisherige Konfiguration mit der neuen.

Troubleshooting

Falls die Befehle nicht funktionieren, überprüft zunächst, ob ihr wirklich Administrator-Rechte habt. Unter Windows 11 kann es außerdem sein, dass ihr die PowerShell über das neue Windows Terminal starten müsst.

Bei Problemen mit der XML-Datei hilft oft ein Neustart des Systems. Manchmal dauert es auch einige Minuten, bis die Änderungen für alle Benutzer sichtbar werden.

Sicherheitshinweise

Da ihr Administrator-Rechte benötigt und Systembefehle ausführt, solltet ihr diese Schritte nur durchführen, wenn ihr euch sicher seid. Erstellt vorher am besten einen Systemwiederherstellungspunkt, um im Notfall zurückkehren zu können.

Die Methode ist besonders für lokale Computer gedacht. In Domänen-Umgebungen solltet ihr vorher mit der IT-Abteilung sprechen, da dort möglicherweise andere Richtlinien gelten.

Zuletzt aktualisiert am 06.04.2026