Microsoft verpasst seinen Nutzern in Windows 11 (und auch noch in Windows 10) regelmäßig unerwünschte Werbung für die eigenen Dienste und Produkte. Neben Bing, OneDrive, Edge und Teams bombardiert euch das System auch permanent mit Hinweisen auf Microsoft 365-Abonnements und Office-Apps. Diese penetranten Benachrichtigungen könnt ihr aber komplett deaktivieren – wir zeigen euch, wie das funktioniert.
Windows 11: Office-Werbung in den Benachrichtigungen stoppen
In Windows 11 hat Microsoft die Einstellungen überarbeitet, das Prinzip bleibt aber gleich. Klickt auf das Windows-Symbol in der Taskleiste und dann auf „Einstellungen“ (oder drückt Windows-Taste + I). Navigiert zum Bereich „System“ und wählt links „Benachrichtigungen“ aus.
Scrollt nach unten zum Abschnitt „Benachrichtigungen von Apps und anderen Absendern“. Hier findet ihr eine Liste aller Programme, die euch Nachrichten schicken dürfen. Sucht nach Einträgen wie „Office“, „Microsoft 365“, „Get Office“ oder ähnlichen Bezeichnungen und schaltet die Regler einfach auf „Aus“.
Windows 10: Der klassische Weg über die Einstellungen
Wer noch Windows 10 nutzt, findet die entsprechende Option unter „Start > Einstellungen > System > Benachrichtigungen und Aktionen“. Dort erscheint unter „Benachrichtigungen dieser Apps anzeigen“ der Eintrag „Office laden“ oder „Get Office“, den ihr per Schalter deaktivieren könnt.
Weitere Microsoft-Werbung eliminieren
Doch damit ist es leider nicht getan. Microsoft hat noch weitere Kanäle, um euch mit Office-Werbung zu belästigen. In den Windows-Einstellungen unter „Personalisierung > Start“ könnt ihr die Option „Gelegentlich Vorschläge im Startmenü anzeigen“ deaktivieren. Das verhindert, dass euch im Startmenü Apps zum Download vorgeschlagen werden.
Auch im Sperrbildschirm versteckt sich Werbung: Unter „Personalisierung > Sperrbildschirm“ solltet ihr „Windows-Blickpunkt“ durch „Bild“ oder „Diashow“ ersetzen, um die Werbeeinblendungen loszuwerden.
Registry-Hack für Profis
Fortgeschrittene Nutzer können die Office-Benachrichtigungen auch über die Registry deaktivieren. Öffnet den Registry-Editor (regedit) und navigiert zu:
HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersionNotificationsSettings
Sucht nach dem Schlüssel für Office-Benachrichtigungen und setzt den DWORD-Wert „Enabled“ auf 0. Vorsicht: Fehler in der Registry können das System beschädigen, erstellt vorher ein Backup.
Warum macht Microsoft das?
Die ständigen Office-Hinweise sind Teil von Microsofts Strategie, Nutzer zu kostenpflichtigen Microsoft 365-Abonnements zu bewegen. Das Unternehmen verdient deutlich mehr Geld mit monatlichen Abo-Gebühren als mit einmaligen Lizenzverkäufen. Deshalb wird die Werbung immer aufdringlicher – selbst in einem bereits bezahlten Betriebssystem.
Alternative Office-Lösungen
Wer genug von Microsofts Marketing-Offensive hat, kann auf Alternativen umsteigen. LibreOffice ist kostenlos und bietet alle wichtigen Funktionen. Google Workspace funktioniert browserbasiert, und Apple iWork ist für Mac-Nutzer eine Option. Auch die Online-Versionen von Microsoft Office sind kostenlos verfügbar – allerdings mit eingeschränktem Funktionsumfang.
Fazit: Euer System, eure Entscheidung
Es ist völlig legitim, dass ihr selbst entscheidet, welche Software ihr nutzen möchtet – ohne ständige Erinnerungen vom Betriebssystem. Mit den beschriebenen Einstellungen könnt ihr Microsofts aufdringliche Office-Werbung effektiv stoppen und euer Windows-System wieder werbefrei nutzen. Probiert die Schritte einfach aus – euer Desktop wird es euch danken.
Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

