Apple iPhoneNein, ich will kein Watchblog übers iPhone einrichten. Das können andere viel besser. Aber irgendwie geht es im Augenblick nicht anders, als sich dann doch immer wieder mit dem Deluxe-Handy aus dem Hause Apple zu beschäftigen. Denn nachdem Steve Jobs höchstselbst angekündigt hat, etwas gegen all jene Käufer unternehmen zu wollen, die das iPhone mit Hackertricks „entkoppelt“ haben, also von der Zwangsanbindung an einen bestimmten Provider, ist seit heute klar, was damit gemeint ist. Das aktuelle Firmware-Update (Version 1.1.1) sorgt nun auf entkoppelten iPhones dafür, dass diese nicht mehr korrekt funktionieren. Quasi die digitale Todesstrafe für alle manipulierten Handys.

Ob sich Apple damit wirklich einen Gefallen tut? Ich bezweifel das stark. Denn selbst Apple-Fans werden langsam ungeduldig, vor allem hier in Deutschland. Man darf den Bogen eben nicht überspannen. Und auch, wenn Apple jede Menge Sympathien genießt, auch die sind irgendwann aufgebraucht. Konsumenten lassen sich nicht endlos gängeln und ärgern. Doch dieses Spielchen betreibt Apple derzeit mit Nachdruck. Warum muss man ein iPhone über iTunes freischalten? Was soll das? Was, wenn man iTunes gar nicht benutzen möchte?

Besonders ärgerlich: Wer das Firmware-Update auf sein iPhone einspielt, muss zusehen, wie aus einem schicken Alleskönner-Handy ein totes Stück Technik wird. Das iPhone versagt auf entkoppelten Geräten seinen Dienst, offensichtlich sogar dann, wenn anschließend eine AT&T-SIM ins Gerät gesteckt wird. Aus dem iPhone wird ein iBrick, eine teurer Ziegel. Darum raten Insider, entkoppelte Geräte nicht auf den neuesten Stand zu bringen. Zumindest solange nicht, bis für die neue Gängelei Herausforderung eine Lösung gefunden wurde.

Das muss ehrliche deutsche Seelen bislang also alles gar nicht kümmern. Denn noch gibt es kein offizielles iPhone, das kommt ja erst am 9. November.