Die Gestaltung der Windows-Arbeitsoberfläche ist meist Geschmacksache. Der eine möchte von hier aus direkt auf seine Lieblingsprogramme zugreifen, der andere beschränkt sich auf Drucker und Systemsteuerung. Mit Hilfe von Verknüpfungen passen Sie das Aussehen sowie die Bedienung von Windows an Ihre Bedürfnisse an.

Sie können sich die Verknüpfungen wie Notizzettel vorstellen, auf denen nur steht „Datei xyz befindet sich im Ordner \windows\winword“. Der Vorteil: Die Notizzettel verbrauchen wenig Speicherplatz, und Sie können sie „hinheften“, wohin Sie möchten. Wenn Sie z.B. von der Arbeitsoberfläche aus direkt auf Ihre Lieblingsprogramme zugreifen möchten, brauchen Sie diese nicht etwa dahin zu kopieren. Statt dessen legen Sie einfach den Notizzettel, sprich die Verknüpfung zum Programm, auf dem Desktop ab. Was sich zunächst kompliziert anhört, ist im Grunde recht einfach erklärt: Stellen Sie sich vor, Sie möchten die Textverarbeitung „Word“ nicht nur vom „Start“-Menü aus, sondern direkt von der Windows-Arbeitsoberfläche und zusätzlich aus Ihrem privaten Ordner „Mein Büro“ aus starten. Nun könnten Sie die Datei Winword.exe jeweils in den „Mein Büro“-Ordner und auf den Windows-Desktop kopieren. Doch das bringt zwei Nachteile mit sich: Zum einen verschwenden Sie wertvollen Speicherplatz, da sie jeweils zwei komplette Kopien der „.exe“-Programmdatei erzeugen, zum anderen wirken sich Änderungen an der Originaldatei nicht in den Kopien aus.

Verknüpfungen lösen beide Probleme: Statt eine Kopie anzufertigen, erstellen Sie eine Verknüpfung zum Originalobjekt. Über die Verknüpfung zu „Word“, den Verweis zur Originaldatei, können Sie von verschiedenen Orten direkt auf die Textverarbeitung zugreifen, obwohl die Programmdatei nur einmal existiert. Ganz wichtig: Die Verknüpfung ist also keine physische Kopie der Datei, sondern lediglich eine Kopie des Dateisymbols, über das Sie das Originalobjekt erreichen können. Egal, wohin Sie die Verknüpfung verschieben, es besteht immer die logische Verknüpfung zu seinem Ursprungsobjekt, so dass Sie die Textverarbeitung per Doppelklick auf die Verknüpfung starten können. Der praktische Einsatz der Verknüpfungen empfiehlt sich vor allem in folgenden Bereichen:

• Verknüpfungen in Ordnern: In Ordnern übernehmen die Verknüpfungen die Funktion der Programmsymbole früherer Win-dows-Versionen. Die Verknüpfungen zeigen auf eine Programmdatei, die sich irgendwo auf der Festplatte befindet. Somit können Sie sich Verknüpfungen zu Ihren Lieblingsprogrammen einrichten und innerhalb eines Ordners zusammenfassen. Auch Verknüpfungen zu Druckern oder zum Papierkorb sind in Ordnern möglich.

• Verknüpfungen auf dem Desktop: Wichtige Sachen liegen bei Ihnen sicherlich auch stets zuoberst auf dem Schreibtisch. In Windows können Sie ebenso vorgehen, indem Sie auf dem Desktop Verknüpfungen zu häufig benötigten Anwendungen oder Dateien einrichten. Besonders vorteilhaft ist dies im Netzwerk; so brauchen Sie nur einmal die Verknüpfung einzurichten und sich nicht mehr darum zu kümmern, wo genau sich die Datei im Netzwerk nun befindet.

• Verknüpfungen in Anwendungen: Verknüpfungen lassen sich auch in Anwendungen einfügen, etwa in eine Mail-Nachricht, die Sie über das Netzwerk verschicken. Somit brauchen Sie nicht die gesamte Datei, sondern nur die kurzen Verknüpfungen beilegen. Der Empfänger kann über die Verknüpfungen auf die komplette Ursprungsdatei zurückgreifen.