Wortwörtlich übersetzt bedeutet „Push to talk“ so viel wie „Drücken, um zu sprechen“. Klingt einfach. Und irgendwie ist es das auch: Wer zu seinen Freunden sprechen will, drückt einfach auf den neuen Push-to-Talk-Spezialknopf in seinem Handy – und kann gleich losreden. Ohne eine Nummer zu wählen und auch ohne auf ein Freizeichen warten zu müssen. Sobald der Knopf gedrückt ist, hört der Gesprächspartner jedes Wort. Wie bei einem Walkie-talkie eben.

Mit dem Unterschied allerdings, dass „Push to Talk“ selbst dann funktioniert, wenn die Gesprächspartner mehrere hundert Kilometer weit auseinander stehen. Es reicht völlig, wenn alle mit ihren Geräten im Mobilfunknetz eingebucht sind. Selbst wenn einer der Gesprächspartner im Ausland ist, klappt das. Reden kann allerdings immer nur einer. Die anderen müssen so lange zuhören.

Der Benutzer kann im Display seines Handys sehen, welche seiner Freunde im Augenblick mit ihrem Handy eingebucht, also erreichbar sind. Sollte jemand nicht gestört werden wollen, kann er sich natürlich jederzeit aus dem Push-to-Talk-Dienst ausklinken. Knopfdruck genügt.

Mit etwas Geschick lassen sich so Gesprächsrunden einrichten. Denn Push to talk verbindet auf Wunsch auch mehrere Menschen miteinander. Einer redet. Alle hören zu.

Vor allem Jugendliche lieben diese neue Art der Kommunikation, die so ähnlich funktioniert wie die so genannten „Instant Messages“, schnelle Telegramme in der Internetwelt. Push to talk erlaubt, dass sich Freunde kurzfristig verabreden – oder ganz einfach ein neues Ziel vereinbaren.

Aus technischer Sicht ist alles ganz einfach. Drückt jemand seinen Push-to-talk-Knopf, wird das Gesprochene in Datenpakete umgewandelt und per GPRS, also als Datenpaket verschickt. Es wird kein gebührenpflichtiges Telefongespräch hergestellt. Die Gesprächspartner erhalten das Gesprochene als Datenpaket – merken davon allerdings nichts, weil sie nur die gesprochene Nachricht hören.

Bis April 2005 ist der neue Service kostenlos. Man muss ja erst mal Interesse dafür wecken. Später soll eine Pauschale von einem Euro pro Tag oder 18 Euro pro Monat fällig werden. Für beliebig viel „Push to Talk“. Noch funktioniert das Ganze nur innerhalb eines Mobilfunknetzes. Freunde, die bei der Konkurrenz mobiltelefonieren, sind ausgeschlossen. Zumindest bislang.

Kleiner Haken bei Push to Talk: Wer den neuen Dienst nutzen möchte, braucht zwingend ein neues Handy. Ein Handy eben, das mit der Push-to-Talk-Funktion ausgestattet ist. Ebenso brauchen auch alle in Frage kommenden Gesprächspartner ein Push-to-talk-taugliches Handy. Das freut die Hersteller.