35 Jahre Microsoft Office: Von der Diskette zur KI-Revolution

von | 01.08.2014 | Tipps

Word. Excel. PowerPoint. Outlook. Diese Programme kennt fast jeder, auch wenn nicht jeder damit arbeitet. Denn diese Programme sind auf vielen Computern vorinstalliert, man arbeitet im Büro damit und zu Hause. Texte schreiben. Zahlen berechnen. Präsentationen halten. Die Programme kommen von Microsoft – und haben Bill Gates zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. Seit über 35 Jahren gibt es Microsoft Office jetzt schon. Ich kenne und benutze Microsoft Office von Anfang an.

35 Jahre sind eine lange Zeit. Wie lang, das sieht man, wenn man sich mal Software von damals anschaut: Word, Excel und PowerPoint haben in den 1980ern komplett anders ausgesehen. Und so lange benutzen viele die Büro-Software von Microsoft schon.

Microsoft Office Pakete.

Doch auch, wenn die Optik sich über die Jahre dramatisch verändert hat: Das Prinzip ist bei Microsoft Office immer mehr oder weniger gleich geblieben. Und das Prinzip ist: Ein Programm für jeden Zweck. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, E-Mail – und noch einige andere Bereiche und Funktionen, die nicht jeder kennt.

Im Büro sicher alles sinnvoll. Zu Hause braucht man meist nur einen kleinen Teil davon. Deswegen kennen die meisten am ehesten Word und Excel. Und vielleicht noch PowerPoint. Die Klassiker eben.

Für Microsoft war Office lange Zeit das wichtigste Produkt, damit wurde jahrzehntelang am meisten Geld verdient. Office war früher auch extrem teuer: Die erste Version hat 850 Dollar gekostet, rund 600 Euro. Alle Programme einzeln gekauft hätten 1200 Dollar gekostet, etwa 1000 Euro. Wahnsinnige Preise aus heutiger Sicht. Allerdings waren damals auch die Computer deutlich teurer.

Von der Diskette zur Cloud: Microsoft 365 heute

Heute kostet die Software nur noch einen Bruchteil davon. Microsoft 365 (das neue Office 365) kostet zwischen 7 und 22 Euro im Monat, je nach Paket. Dafür könnt ihr die Programme auf mehreren Geräten benutzen – Computer, Smartphone, Tablet. Es hat sich wirklich eine Menge geändert.

Vor 35 Jahren musste man Office noch von Diskette installieren. Das hat ewig gedauert. Später kam Office dann auf CD-ROM daher. Der absolute Durchbruch gelang Office 1995, zusammen mit Windows 95. Danach wurden die Programme immer größer, konnten immer mehr. Dabei wollte die Mehrheit eigentlich immer nur eins: eine gute Textverarbeitung.

Microsoft Office Pakete.

Heute arbeiten wir völlig anders. Fast alle speichern ihre Dokumente in der Cloud. Und auch die Software installiert man oft nicht mehr direkt auf dem Computer – sie kommt ebenfalls aus der Cloud. Microsoft 365 heißt das aktuelle Konzept: Programme und Daten liegen im Internet. Und man kauft die Software nicht mehr, sondern abonniert sie – und zahlt Monat für Monat.

KI revolutioniert Office: Copilot macht den Unterschied

Der große Game-Changer der letzten Jahre: Künstliche Intelligenz. Microsoft hat 2023 Copilot in Office integriert – und das verändert alles. Copilot schreibt Texte in Word, erstellt Präsentationen in PowerPoint, analysiert Daten in Excel und fasst E-Mails in Outlook zusammen. Was früher Stunden dauerte, erledigt die KI in Sekunden.

Der Copilot kostet allerdings extra: 22 Euro pro Monat zusätzlich zum Microsoft 365-Abo. Trotzdem nutzen bereits Millionen von Usern die KI-Features. Für viele Unternehmen ist Copilot mittlerweile unverzichtbar geworden.

Cloud-first bedeutet auch: Die Programme sind automatisch immer auf dem neuesten Stand. Neue Features kommen alle paar Wochen dazu. Und in der Cloud gespeicherte Daten stehen euch jederzeit zur Verfügung – egal wo ihr seid, egal welches Gerät ihr gerade benutzt.

Das sind klare Vorteile. Auf der anderen Seite haben viele Bedenken, ihre Daten in der Cloud zu speichern. Datenschutz ist ein großes Thema, besonders für deutsche Unternehmen. Microsoft hat darauf reagiert und bietet EU-Datenresidenz an – die Daten bleiben in Europa.

Die Konkurrenz schläft nicht

Mittlerweile hat Microsoft ordentlich Konkurrenz bekommen. Größter Rivale ist Google mit Google Workspace (früher G Suite). Textverarbeitung mit Google Docs, Tabellen mit Google Sheets, Präsentationen mit Google Slides. Alles online, in der Cloud. Für Privatleute kostenlos, für Unternehmen ab 5 Euro pro Monat.

Vorteil von Google: Die Zusammenarbeit funktioniert noch besser. Mehrere Personen können gleichzeitig an einem Dokument arbeiten, Änderungen werden in Echtzeit synchronisiert. Microsoft hat nachgezogen, aber Google war hier Pionier.

Apple mischt mit iWork (Pages, Numbers, Keynote) ebenfalls mit – allerdings hauptsächlich im Apple-Ökosystem. Und für alle, die ihre Daten nicht in der Cloud speichern wollen: LibreOffice ist nach wie vor die beste kostenlose Alternative zu Microsoft Office. Läuft auf Windows, Mac und Linux, komplett gratis und auf Deutsch verfügbar.

libreoffice

Neue Player: Notion, Obsidian und Co.

Die Office-Landschaft wird immer vielfältiger. Neue Tools wie Notion verbinden Textverarbeitung, Datenbank und Projektmanagement in einem. Obsidian revolutioniert das Notizen-Schreiben mit vernetztem Denken. Canva macht Präsentationen auch für Design-Laien professionell.

Für viele reicht heute sogar ein Browser: Google Docs, Office Online oder LibreOffice Online laufen komplett im Web. Kein Download, keine Installation nötig.

Ausblick: Wo geht die Reise hin?

Microsoft setzt voll auf KI. Copilot wird immer intelligenter, kann bald ganze Workflows automatisieren. Gleichzeitig wird Office immer vernetzter – mit Teams, SharePoint, OneDrive alles aus einer Hand.

Die Zukunft gehört definitiv der Cloud und der KI. Wer heute noch offline arbeitet, wird bald den Anschluss verlieren. Microsoft Office bleibt der Standard – aber die Konkurrenz wird stärker. Spannende Zeiten für alle, die beruflich mit Dokumenten, Tabellen und Präsentationen arbeiten.

Zuletzt aktualisiert am 18.04.2026