Wenn der Rechner mal wieder bockt, merkwürdiger Zeichensalat auf dem Bildschirm erscheint oder wichtige Dateien plötzlich wie vom Erdboden ver-schluckt sind, hat der Computerlaie schnell einen Verdacht: Ein Computervirus ist schuld!

Wie man sich infiziert

Die meisten Computerviren fängt man sich heute über das Internet ein. Genau-er: Per E-Mail. Sie hängen einfach an einer E-Mail dran (Attachment). Wer den Anhang öffnet, aktiviert das Virus – und der eigene Rechner ist infiziert. Des-halb sollten E-Mails von unbekannten, erst recht bei solchen mit Anhang, nur mit größter Vorsicht behandelt werden. Übrigens: Viren, die sich ohne Mithilfe eines Menschen weiter verbreiten (etwa per E-Mail), werden Würmer genannt.

Virenscanner finden Viren und Würmer

Um den Verdacht einer Infizierung zu zerstreuen oder daraus Gewissheit wer-den zu lassen, muss ein guter Virenscanner her. Ein Programm, das Festplatte und Arbeitsspeicher nach einschlägig bekannten Computerviren untersucht, sie aufspürt und unschädlich macht.

Am besten sind die entsprechenden Schutzprogramme führender Hersteller, etwa von Symantec, Kaspersky, Trendmicro oder McAfee. Solche Schutzpro-gramme sollten heute auf keinen PC fehlen. Denn Viren und Würmer sind eine große Gefahr für jeden PC. Falls ein Virenprüfprogramm einen Computervirus entdeckt, kommt in aller Regel die Frage, ob er entfernt werden soll. Das soll-ten Sie allerdings nicht zulassen.

Ruhe bewahren und Daten sichern

Aber was ist zu tun, wenn ein Virus entdeckt wurde? Wichtig: Erst mal Ruhe bewahren, denn eine unbedachte Reaktion kann größeren Schaden anrichten als erst mal tatenlos zu bleiben. Regel Nummer eins: Schalten Sie auf keinen Fall den Rechner aus! Denn dann müssen Sie den Rechner früher oder später wie-der einschalten. Viele Computerviren werden gerade dann aktiv. Aber es gibt noch ein paar mehr Verhaltenstipps.

* Den Rechner eingeschaltet lassen

* Wichtig: Den von der Antiviren-Software entdeckten Computervirus nicht automatisch entfernen lassen; erst mal gibt es wichtigeres zu tun.

* Wichtige Dateien auf Diskette, Zip-Medien oder CDs sichern. Selbst auf die Gefahr, dass der Computervirus dabei mit übertragen wird: Der kann bei Bedarf später isoliert werden. Doch verloren gegangene Dateien lassen sich in der Regel nicht wieder herstellen.

* Erst jetzt kann mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Deshalb die Antiviren-Software des Vertrauens erneut starten und auf Virenwarnungen warten. Erst jetzt das Angebot annehmen, die entdeckten Computerviren ent-fernen lassen. Das geht in vielen Fällen, aber leider nicht immer.

* Einige Viren lassen sich nicht restlos entfernen. Dann ist es besser, die infizierte Datei in Quarantäne zu stellen. Manche Antivirenprogramme ver-wenden genau diese Bezeichnung, andere sprechen von Isolation. Jedenfalls wird die infizierte Datei auf diese Weise vom restlichen System abgekoppelt. Die Datei selbst ist dann verloren, zumindest kann der Computervirus nicht mehr zuschlagen.

* Wenn möglich, einen zweiten Virenscanner benutzen. Sofern keiner zur Hand ist, ein Onlineprogramm wie Housecall von TrendMicro einsetzen (siehe Tipp-Kasten). So lässt sich sicher stellen, dass tatsächlich alle Computerviren entdeckt, entfernt und/oder isoliert wurden.

* Falls ein Computervirus sich nicht vollständig automatisch entfernen lässt, die infizierte Datei aber wichtige Informationen enthält, gibt es manch-mal nur einen Ausweg: Das Entfernen des Computervirus „von Hand“. Auf den Webseiten der einschlägigen Hersteller von Antiviren-Software lässt sich nach-lesen, wie im Einzelfall vorzugehen ist. Allerdings sind die Beschreibungen oft nur in englischer Sprache zu bekommen. Also nichts für PC-Laien.

Virentest übers Internet

Falls keine Virenschutz-Software zur Hand ist, kein Problem: Hersteller TrendMicro bietet im Internet kostenlos einen so genannten Housecall an. Das Programm überprüft dabei übers Netz den eigenen Rechner auf eventuellen Virenbefall und meldet sich, falls aktuelle Computerviren oder Würmer ent-deckt werden.

Adresse: housecall.trendmicro.com