Wer in den öffentlichen Diskussionsbereichen des Internet schmökert oder eMails erhält, stolpert recht bald über ungewöhnlich anmutende Zeichenfolgen, die in der elektronischen Kommunikation nicht nur üblich, sondern geradezu unverzichtbar sind. Doch wer nicht eingeweiht ist, für den machen Kunstwörter wie ROFL oder Zeichenfolgen à la ;-)zunächst keinen Sinn.

Des Rätsels Lösung: Bei den in die elektronischen Botschaften eingebetteten Zeichen-, Punkt- und Strichfolgen handelt es sich um eine Art Geheimsprache, dank derer die elektronischen Botschaften etwas persönlicher, indi-vidueller und vor allem emotionaler werden. Sie werden schnell merken: Diese sogenannten Emoticons haben es wirklich in sich.

Kommunikation besteht bekanntlich nicht nur aus Worten. Wenn zwei – oder mehr – Menschen sich unterhalten, bedienen sie sich gewöhnlich auch nonverbaler Methoden, um das Gesagte zu unterstützen: Sie gestikulieren mit den Armen, zwinkern mit den Augen, verziehen die Mundwinkel, treten von einem Bein aufs andere oder variie-ren den Tonfall und vieles andere mehr.

Manchmal verzichten wir auf einen Teil dieser nonverbalen Kommunikationsmittel. Beim Telefonieren zum Beispiel kann man sich nicht sehen; beim Schreiben und Lesen kann man sich weder sehen, noch hören. Im Internet kennt man sich häufig noch nicht einmal – und trotzdem unterhält man sich verhältnismäßig locker miteinander.

Damit das funktioniert, gibt es verschiedene Regeln, die man unbedingt beachten sollte, denn sonst kommt es schnell zu Mißverständnissen, und die lassen sich vermeiden. Natürlich sollte man auch die Geheimcodes kennen, nicht allein um dazuzugehören, sondern auch, um sie zu verstehen und – wichtiger noch – richtig verstanden zu werden.

Lächeln oder mit den Augen zwinkern: Smileys

Ein ganz wesentliches Stilelement in eMails – weniger in geschäftlichen, dafür um so mehr in privaten – sind die bereits angesprochenen Smileys. Das sind um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedrehte Gesichter, gemalt mit den Zeichen der Computerwelt, die Ihren Äußerungen die richtige Stimmung vermitteln. Man bezeichnet die Smileys auch als Emoticons, weil sie Emotionen repräsentierende Symbole (Icons) sind. Sie sind schnell einge-tippt und sagen auf leichte Art, wofür man sonst zehn Zeilen gebraucht hätte.

Aber was genau bedeuten diese Smileys? Wenn man seinen Kopf beim Lesen auf die linke Seite dreht, erhält man schnell eine Antwort, denn dann werden aus Zeichenfolgen plötzlich Gesichter. Probieren Sie es: Aus 🙂 wird ein lachendes Gesicht, aus 🙁 ein weniger erfreutes. Es gibt zahllose Smileys dieser Art; manche sind unglaublich kreativ. Benutzt werden allerdings nur wenige, es reicht, wenn Sie die drei, vier wichtigsten kennen.

Die wichtigsten Smileys

Damit Sie die merkwürdigen Zeichenfolgen in eMails und Diskussionsbereichen richtig deuten und selbst rege davon Gebrauch machen können, hier die wichtigsten Smileys.

🙂 Scherzhaft, ironisch

(:-) Breites Grinsen

|-d Lautes Lachen (Haha)

😀 Breites Lächeln

🙁 Ziemlich sauer; schade

:-c Unglücklich

:-C Total unglücklich

:-[ Herbe Enttäuschung!

:-[ Schmollen

:*) Hicks...

%') Nach fünf Aperitifs

:-V Schreiend

:-@ Brüllend

:-/ Skeptisch

%-( Verwirrt

😐 Das ist mir schnurzpiepegal

😡 Ich schweige wie ein Grab!

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