Wenn sich jemand besonders gut mit Computern auskennt, wenn seine Finger regelrecht über die Tastatur flitzen, bezeichnet ihn der Volksmund schon mal gerne augenzwinkernd als ‘Hacker’. Von Hackern ist aber auch die Rede, wenn mal wieder jemand in ein Computersystem eingebrochen ist, Daten manipuliert oder gar entwendet hat. ‘Da war ein Hacker am Werk!’, heißt es dann.

Der Begriff ‘Hacker’ wird recht unterschiedlich verwendet. In Insiderkreisen versteht man unter einem Hacker in der Regel einen erfahrenen Profi, der sich hervorragend mit Computern und Netzwerken auskennt, Server verwalten kann – und aufgrund seiner Qualifikation und Erfahrung durchaus in der Lage ist, sich in fremde Systeme einzuklinken.

Doch ein ‘richtiger’ Hacker, der dem in Insiderkreisen allgemein bekannten Ehrenkodex beachtet, würde niemals gezielt Schaden anrichten – oder sich gar an seiner Arbeit bereichern. Etwaige ‘Hacks’ – Einbrüche in fremde, ungenügend geschützte Systeme – erfolgen eher, um den Betreiber des Servers auf vorhandene Sicherheitsmängel hinzuweisen.

Der Begriff ‘Hacker’ selbst kommt aus den frühen Tagen der Computerei. Das schnelle Tippen auf einer Tastatur klingt, als ob jemand auf etwas herum ‘hacken’ würde. Mit ‘Zerhacken’ oder gar Zerstörung hingegen hat der Begriff nichts zu tun.

Im Alltag, vor allem in den Medien, wird der Begriff ‘Hacker’ ganz anders verwendet. Hier sind mit ‘Hacker’ meist Kriminelle gemeint, die sich unerlaubt in fremde Rechner einklinken und dort Schaden anrichten, Daten manipulieren oder Informationen entwenden. In Fachkreisen werden solche Leute allerdings als ‘Cracker’ bezeichnet – was die Sache auch besser trifft, da diese Personen tatsächlich etwas knacken (= to crack.).

Wer Opfer einer Hackattacke – oder besser: Crackattacke – wird, dem ist es natürlich eher egal, ob es sich nun um einen Hacker oder Cracker gehandelt hat, der für den Schaden verantwortlich ist. Die Daten sind geklaut oder manipuliert – und das ist schlimm genug. Mit etwas Glück hat sich aber ein Hacker das Problem vorher angesehen – und den Betreiber des Servers auf das Sicherheitsloch hingewiesen. Dann lässt sich die Lücke schnell stopfen. So etwas machen nur Hacker, keine Cracker