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Wichtige Begriffe aus der Welt des Internet

27.02.2005 | Von Jörg Schieb

Tipps

Das Internet ist eine eigene Welt. Deshalb gibt es auch reichlich Fachbegriffe, die alle benutzen. Wer mitreden will, sollte die wichtigsten unbedingt kennen. Dann macht das Internet gleich noch mehr Fun. Ach ja: Weil das Internet aus Amerika kommt, wird viel Englisch gesprochen.

E-Mail und Snail Mail

Das Ende aller Briefmarken naht. Weil echte Briefe nicht durch die Telefonleitung passen, haben schlaue Ingenieure die elektronische Post erfunden. Die kommt in einen virtuellen Umschlag, wird E-Mail genannt und „I-Mäil“ ausgesprochen. Das Tolle daran: So eine E-Mail braucht nur ein paar Sekunden, schon ist sie beim Empfänger. Da wirkt die gelbe Post endgültig schneckenlangsam – warum böse Zungen sie auch spöttisch „Snail Mail“ nennen. Schneckenpost eben. Kein Wunder, dass die E-Mail immer beliebter wird. Die Amerikaner verschicken mittlerweile mehr E-Mails als herkömmliche Post. Sicher nicht nur, weil die elektronische Variante so viel schneller ist, sondern auch, weil sie nichts kostet. Für Versand und Empfang fallen keine Extrakosten an.

World Wide Web…

… ist ein Zungenbrecher, den eigentlich kaum einer unfallfrei aussprechen kann. Deshalb sagen auch die meisten nur WeWeWe dazu. Im WWW versorgen sich Computerbenutzer mit aktuellen Nachrichten. Hier plaudern sie mit Leuten aus aller Welt, gehen rund um die Uhr online shoppen oder informieren sich über Hobby, Beruf und Sport. Im WWW gibt alles, was das Herz begehrt. Ein Meer von Informationen. Deshalb werden Computerbenutzer zu Datensurfern. Manchmal sind die drei Ws allerdings ganz schön lahm. Vor allem abends, wenn alle ins Web strömen. Dann herrscht Stau auf der Datenautobahn. Und wieder haben die Spötter das Wort, dann steht WWW nämlich für „Weltweites Warten“.

Chat

Wenn Amerikaner sich in lockerer Atmosphäre unterhalten, nennen die das nicht Plauderei, sondern „Chat“. Dank Internet können sich heute Leute aus aller Welt treffen, um miteinander zu reden. Chatten heißt das. Egal wie spät es ist: Wer plauschen will kann sicher sein, dass es irgendwo auf der Welt noch ein paar Hundert andere Leute gibt, die das auch wollen. Jeder sitzt vor seinem PC, betrifft per Mausklick den Chat-Raum seiner Wahl – davon gibt es unzählige im Netz – und redet mit allen anderen, die gleichzeitig anwesend sind, über Gott und die Welt. Was gesagt werden soll, wird eingetippt – und erscheint auf den Bildschirmen aller anderen, die gleichzeitig chatten. Doch nicht alles muss so öffentlich passieren. Auch Flüstern ist möglich. Das hören dann nicht alle, sondern nur die Person, für die es gedacht ist. In Chat-Räumen wird diskutiert, debattiert und geflirtet. Hier wurde schon so manche Freundschaft fürs Leben geschmiedet, sogar die eine oder andere Ehe.

Homepage und Website

Home, sweet Home. Das gilt auch fürs Internet. Wer ein virtuelles Zuhause will, muss eine Homepage (wörtlich: „Heimseite“) haben. Jeder, der Zugang zum Internet hat, kann so eine Homepage besuchen. Meistens steht da: „Willkommen auf meiner Homepage“. Darunter ein paar Infos zum Hausbesitzer und jede Menge Fotos vom Urlaub, Sport oder der letzten Fete. Die meisten privaten Heimseiten sind eher eine Art elektronisches Fotoalbum für Freunde und Bekannte. Andere schauen sowieso nicht vorbei.

Aber auch viele Vereine, Schule, Verbände und Institutionen haben ihre eigene Homepage. Das kann interessant sein – und der erste Schritt, um Kontakt herzustellen. Jeder kann das virtuelle Haus besuchen, eintreten und sich umschauen. Die meisten Internet Provider stellen ihren Kunden kostenlos Speicherplatz für eine eigene Homepage zur Verfügung.

Aufwendigere Angebote im Netz werden nicht als Homepage bezeichnet, sondern als Website. Da ist dann richtig viel los. Kein virtuelles Eigenheim, sondern eher schon eine eigene kleine Stadt. Große Firmen, Zeitschriften oder Fernsehsender haben so etwas. Dort gibt es jede Menge Informationen, Angebote und Möglichkeiten. Übrigens: Bitte die Website nicht mit der Web-Seite verwechseln. Wird fast genauso ausgesprochen, ist aber etwas völlig anderes. Eine Site ist das Gesamtkunstwerk, eine Seite nur ein kleiner Teil daraus. Nämlich das, was jeweils auf dem Bildschirm erscheint.

Links …

… ist nicht nur da, wo der Daumen rechts ist, sondern das Fundament des World Wide Web. Ohne Links (Querverweise) wäre nämlich tote Hose im Netz. Sie geben dem Web die besondere Note und machen aus dem WWW die größte Bibliothek der Welt. Jeder Link zeigt auf eine andere interessante Stelle im Web. Wer drauf klickt, wird automatisch verbunden – dafür sorgt schon die Software. Querverweise erscheinen meistens unterstrichen, damit sie aus der Masse heraus stechen,. So ist gleich klar: Das ist besonders wichtig. Auch hinter Bildern, Fotos und Grafiken können sich Links verstecken. Der Mauscursor verändert sein Aussehen, sobald er über eine Verknüpfung wandert – so lassen sich Links leichter erkennen. Praktisch: In der Statuszeile ganze unten im Browser steht dann, wohin die Reise geht, wenn der User klickt.

URL

Klingt so, als ob jemand beim Zahnarzt gurgelt, ist aber eine ganz schön wichtige Abkürzung. Sie steht für „Uniform Ressource Locator“. Zugegeben: So etwas können sich nur Ingenieure ausdenken. Aber die Idee dahinter ist genial. Jedes Angebot im WWW hat eine einzigartige, unverwechselbare Adresse. So wie auch jeder eine eigene Telefonnummer hat. Wer die Adresse kennt, braucht sie nur in die Software einzutippen – und schon erscheint die Web-Seite auf dem Bildschirm. Manche URL ist ganz simpel wie http://www.spiegel.de. Manche können auch ganz schön lang und kompliziert sein.

HTML

Was macht ein guter Theaterregisseur? Er sorgt dafür, dass auf der Bühne alles nach seiner Pfeife tanzt, damit es dem Publikum gefällt. Er kümmert sich ums Bühnenbild, trichtert den Schauspielern ihre Bewegungsabläufe ein und sorgt natürlich auch für stimmungsvolle Dialoge. Am Ende kommt dabei ein Gesamtkunstwerk heraus: das Theaterstück. Bei Webseiten ist das nicht viel anders. Die Leute, die sich Webseiten ausdenken, gestalten und sie mit Inhalt füllen, sind sozusagen auch kleine Regisseure. Allerdings gibt es keine Schauspieler, die sie herum scheuchen könnten. Nur einen Browser, das Bedienprogramm auf dem Computer, das zum Surfen im Internet benutzt wird. Der Browser muss ganz genau wissen, was er tun soll. Wo soll der Text stehen? In welcher Farbe erscheint das Firmenlogo? Sollen die Fotos links oder rechts auf der Webseite erscheinen? All das legen die Gestalter der Webseite bis ins Detail fest. In einer Sprache, die jeder Browser versteht. Und die heißt HTML („Hypertext Markup Language“). So eine Art Fremdsprache für Browser eben. Da gibt es Befehle und Anweisungen für alles mögliche. Zum Beispiel für das Zentrieren eines Textes. Zum Glück müssen wir uns mit HTML nicht beschäftigen. Macht alles der Browser. Für den ist es ja auch gedacht.

Browser

Hat nix mit der Brause zu tun, die man sich in der Jugend aus der Handfläche leckt. Auch wer an Brausen im Sinne von schnell laufen oder fahren denkt, liegt voll daneben. Ein Browser ist ein Spezialprogramm zum Herumstöbern im WWW. Da kommt übrigens auch der Name her. Denn „to browse“ heißt nun mal herumstöbern. So ein Browser nimmt Surfziele entgegen, sucht im Internet die gewünschte Web-Seite heraus und zeigt sie auf dem Bildschirm an. Ohne Browser kein WWW – so einfach ist das.

Server

Nicht zu verwechseln mit dem Surfer, obwohl beide Wörter fast gleich ausgesprochen werden. Wenn ein Surfer irgendwo hinklickt, muss es jemanden geben, der etwas unternimmt. Und das ist der Server. Server sind Internetcomputer, die Anfragen bearbeiten, Informationen anbieten und gespeicherte Web-Seiten zur Verfügung stellen. Wer mit seinem Browser durchs Web düst, wird ohne es zu merken ständig mit anderen Servern verbunden, die alle gewünschten und benötigten Informationen zusammen tragen. Meistens in einem Affenzahn.




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