Im Zusammenhang mit dem Begriff ‘Alternativer Browser’ wird meistens nur ein Beispiel genannt, der OpenSource-Browser Firefox. Doch es gibt noch einige andere Browser, die mal ausprobiert werden sollten.

Eine sehr umfangreiche “Suite” bietet Opera, die einen E-Mail-Client und Newsfeed-Reader, der zum Beispiel auch das RSS-Angebot von schieb.de anzeigt, sowie einen integrierten IRC-Client, mit dem man in viele Chatrooms abtauchen kann, unter einer Oberfläche vereint. Ein tolles Extra von Opera sind die problemlos installierbaren Themes, die die Benutzeroberfläche umgestalten. Außerdem gefällt die konsequente Umsetzung des Tabbed Browsing, das alle Chat-, E-Mail- und Internetfenster mit einem Klick verfügbar macht, ohne die Windows-Leiste zu verstopfen. Einziges Manko des Browsers ist die kleine Werbeeinblendung, die man in der kostenfreien Version hinnehmen muss. Ohne diese kostet Opera 35 €.

Der auf der Gecko-Engine, die auch im Firefox verwendet wird, basierende Open Source-Browser K-Meleon ist äußerst spartanisch ausgerüstet und ist deswegen rasend schnell gestartet und im Netz. Auf Features wie einen integrierten Mailclient muss man also verzichten.

Seit neuestem gibt es eine Beta-Version des seit langem totgesagten Netscape-Browsers von AOL. Dieser ist in den neunzigern vom Internet Explorer des Konkurrenten Microsoft vom Markt gedrängt worden. Mit der neuen Version Netscape 8 zeigt AOL nun, dass Netscape nicht durch Mozilla, der ursprünglich auf Netscape basiert, überlebt wurde. Netscape ist eine umfangreiche Suite, die mit integriertem Messenger, einem E-Mailclient, der sogar einen effektiven Spamfilter enthält, und einem Popup-Blocker daherkommt. Außerdem unterstützt Netscape auch das angenehme Tabbed Browsing.

Zum Schluss noch ein nicht ganz ernstgemeinter Tipp:

Eine Alternative zu Opera und Co. ist der Textbrowser Lynx eigentlich überhaupt nicht, aber um das Internet mal einmal mit anderen Augen sehen zu können, ist dieser textbasierte Browser klasse. Denn er zeigt nur geschriebenen Text an und vermittelt somit dem Nutzer ein Gefühl davon, wie schlecht sich blinde Menschen auf nicht barrierefreien Seiten zurechtfinden müssen. Um Lynx nutzen zu können, muss die Datei “lynx-283rel1.zip” gedownloadet und extrahiert werden. Die Datei “lynx.exe” wird danach mit einem Doppelklick geöffnet werden. Um eine Adresse eingeben zu können, muss die Taste G angetippt werden. Viel Spaß bei diesem etwas anderen Interneterlebnis.