Wer von Frankfurt nach Los Angeles, Tokio oder Kapstadt fliegt, muss rund 12 Stunden in einer Boeing 747 Platz nehmen. Die Concorde wäre zwar schneller gewesen, fliegt aber nicht mehr (und hätte derart lange Distanzen ohnehin nicht geschafft). Am PC-Monitor ist dieselbe Strecke locker in fünf Sekunden abgeflogen: Google Earth macht´s möglich.

Google Earth ist derzeit Kult im Netz. Wer die nur wenige MByte große Software auf den Rechner holt, kann quasi jeden Winkel der Erde erkunden. Google Earth ist der Globus des 21. Jahrhunderts. Am Anfang erscheint Mutter Erde auf dem Bildschirm, aus dem All betrachtet. Mit der Maus in der Hand kann der Benutzer den Planten drehen, rotieren oder Kontinente, Länder oder Städte heran zoomen – alles wird binnen Sekunden sichtbar. Ein Doppelklick, und Google Earth lässt einen wie Superman den angesteuerten Punkt anfliegen.

Die Optik ist atemberaubend – ein echtes Erlebnis. Nach Sekunden ist das Ziel erreicht und der Betrachter nähert sich virtuell seinem Ziel. Nach und nach werden Details der Landschaft sichtbar. In Städten lassen sich Ende sogar einzelne Häuser und Plätze erkennen. Eine schnelle Datenleitung ist in diesem Zusammenhang allerdings Voraussetzung, da Google Earth Karten, Grafiken und Ortsnamen dynamisch, also während der „Fliegerei“ nachlädt. In USA, Kanada, England und einigen Großstädten lassen sich auf Knopfdruck Karten mit Straßennamen über die Satellitenaufnahmen legen.

Keine Frage: Google Earth ist quasi der Atlas des 21. Jahrhunderts. Die Aufnahmen sind zwar bis zu drei Jahre alt, dafür bietet das Programm beeindruckendere Einblicke in unsere Welt, als es ein Atlas oder Globus jemals könnte. Der Service ist kostenlos. Derzeit ist Google Earth allerdings nur für Windows-Rechner und mit englischer Benutzeroberfläche zu haben. Doch die Bedienung ist derart leicht, dass das keine Probleme verursacht.

http://earth.google.com