Der Internet Explorer hat von Hause aus ein relativ gut durchdachtes Sicherheitskonzept, das den Browser vor Schädlingen jeder Art schützen soll. Das Problem: Die Einstellungen sind gut versteckt – und auch nicht so einfach zu verstehen. Die meisten Benutzer kennen die Möglichkeiten nicht oder ignorieren sie deshalb.

Der Internet Explorer arbeitet mit so genannten Sicherheitszonen. Das erlaubt, vertrauenswürdige Webangebote anders zu behandeln als nicht vertrauenswürdige. Es gibt unterschiedliche Sicherheitseinstellungen für unterschiedliche Webseiten. Die möglichen Einstellungen reichen von freizügig bis fast komplett vom Internet abgeschirmt.

Insgesamt vier Zonen gibt es, sie heißen „Internet“, „Lokales Intranet“, „Verstrauenswürdige Sites“ sowie „Eingeschränkte Sites“. Das Problem: Webseiten, die der Benutzer nicht selbst eindeutig einer Kategorie zuordnet, werden automatisch der Zone „Internet“ zugeordnet – und in dieser Zone ist sehr viel erlaubt. Ein Sicherheitsrisiko. Darum empfiehlt es sich, die Möglichkeiten der Zone „Internet“ einzuschränken. Bekannte, garantiert sichere Webseiten sollten dagegen unter „Vertrauenswürdige Sites“ auftauchen.

Dazu aus dem Menü „Extras“ den Eintrag „Internetoptionen“ und dort das Register „Sicherheit“ auswählen. Danach die Zone wählen, deren Einstellungen geändert werden sollen. Ein Klick auf „Stufe anpassen“ erlaubt, detaillierte Einstellungen für die gewählte Zone vorzunehmen. Verschiedene Basisstufen sind hier bereits vordefiniert. Welche Einstellungen für die einzelnen Zonen empfehlenswert sind, dazu gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ausführlich Hinweise.

Es ist möglich, einzelne Sites bestimmten Zonen zuzuordnen. Zum Beispiel lässt sich die Seite http://www.wdr.de zur „vertrauenswürdigen Site“ erklären. Wurden mit einer Seite schlechte Erfahrungen gemacht, sollte das Angebot in die Zone „Eingeschränkte Sites“ aufgenommen werden, die Sicherheitsvorkehrungen sind hier deutlich höher.

http://www.bsi-fuer-buerger.de/browser/02_0701.htm