Heute wird digital fotografiert – und dann landen die Bilder auf der Festplatte. Spezialprogramme helfen dabei, die gespeicherten Fotos zu verwalten – und sie nach allen Regeln der Kunst zu verfeinern, zu verbessern und zu retuschieren. Dazu muss man nicht mal unbedingt tief in die Tasche greifen, denn viele Programme gibt es vollkommen kostenlos. Die besten Gratisprogramme zur Fotobearbeitung.

Eine Menge Vorteile

Wer digital fotografiert, kann mit den Aufnahmen eine Menge anstellen. Abzüge bestellen zum Beispiel. Oder schicke Fotobücher herstellen lassen. Oder die Bilder im portablen Player überall mit hinnehmen.

Ich gebe zu: Ich bin ein richtiger Fan der Digitalfotografie. Einfach weil man damit so viel anstellen kann. Früher war es doch so gut wie unmöglich, ein Foto nachträglich zu bearbeiten, es zu retuschieren oder einen Ausschnitt zu wählen. Heute geht das alles ganz bequem am Computer.

 

magix

Kostenlose Programme

Doch niemand muss hunderte von Euros für Software ausgeben, um seine Bilder nach allen Regeln der Kunst bearbeiten zu können. Denn es gibt auch kostenlose Software, die das fast genauso gut macht wie Kaufprogramme. Ja, teilweise sogar besser.

Picasa sorgt für Ordnung

Ein schönes Beispiel dafür ist Picasa. Ein kostenloses Programm vom Suchdienst Google. Picasa kann wirklich eine ganze Menge, vor allem: Ordnung halten. Das Programm präsentiert die auf dem PC gespeicherten Fotos zum Beispiel nach Aufnahmedatum geordnet. Man kann aber auch kinderleicht nach Bildern suchen, sortieren oder kategorisieren. Klasse.

Doch das ist längst nicht alles. Wer mag, kann die Fotos bei Bedarf auch per E-Mail verschicken oder auf Knopfdruck als Webseite veröffentlichen. Die Bilder lassen sich einzeln ausdrucken oder zu praktischen Übersichten zusammenfassen. Es gibt auch hübsche Spezialeffekte. Kurz: Ideal, um die eigene Fotosammlung zu verwalten.

Retuschen

Ein Foto muss nachbearbeitet werden? Auch kein Problem. Picasa hat die wichtigsten Retusche-Werkzeuge an Bord. Damit lässt sich zum Beispiel ein Bildausschnitt bestimmen. Schiefe Bilder werden gerade gerückt. Auch Helligkeit, Kontrast oder Farbe kann jederzeit nachjustiert werden. Es gibt jede Menge sinnvoller Werkzeuge und Effekte.

Picasa ist wirklich ein erstaunlich leistungsfähiges Programm. Vor allem wenn es darum geht, der Bilderflut auf der Festplatte Herr zu werden. Früher musste man die Software kaufen. Heute gibt es sie geschenkt, bei Google. Deswegen sollte Picasa auf keinem Rechner fehlen.

Bildbearbeitung

Wer seine Fotos in erster Linie bearbeiten und retuschieren möchte, der braucht allerdings Verstärkung, ein Fotobearbeitungsprogramm muss her. Auch da gibt es eine große Auswahl an kostenloser Software. Das mit Abstand beste Programm heißt Paint.Net.

Paint.Net

Paint.Net kann sich durchaus mit sündhaft teuren Profiprogrammen messen lassen, ist aber trotzdem komplett kostenlos. Erstaunlich. Gut für uns: Es gibt Paint.Net sogar in Deutsch. Ideale Voraussetzungen also. Mit Paint.Net lassen sich Fotos nach allen Regeln der Kunst bearbeiten. Ein Tastendruck – und kleinere Macken sind verschwunden.

Spezialeffekte

Eine Spezialität von Paint sind aber die vielen, vielen beeindruckenden Effekte. Wer seine Bilder verfremden, verschönern oder retuschieren möchte, kann das mit dem Programm. Allerdings muss man sich mit der Software erst mal anfreunden. Die Bedienung ist nicht unbedingt für Einsteiger gedacht, dafür aber sehr effektiv.

Hier gibt’s Paint.net:

http://www.foto-freeware.de/paintnet.php

 

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Gimp

Ein anderes eindrucksvolles Beispiel dafür, dass kostenlose Software vielseitig und leistungsfähig sein kann ist Gimp. Gimp ist ein hochwertiges Grafikprogramm. Mit Gimp lassen sich Bilder und vor allem Fotos nach allen Regeln der Kunst bearbeiten, verwalten und manipulieren. Fotos zuschneiden und mit Effekten versehen – alles kein Problem.

Auch Gimp kann es problemlos mit teuren Grafik-Programmen aufnehmen. Es sind eigentlich alle wichtigen Funktionen und Möglichkeiten vorhanden, die ein modernes Bildprogramm heute haben muss. Beeindruckend. Die Bedienung ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Nicht jeder wird sich hier sofort zurechtfinden.

Hier gibt’s Gimp:

http://www.gimp.org/

Versteckte Fotoinfos

Ein anderes Thema. Wer den Auslöser drückt, hält nicht nur das aktuelle Bild fest. Die Kamera merkt sich auch eine Menge anderer Dinge, etwa welche Blende gewählt wurde – und welche Belichtungszeit. Diese Informationen sind unsichtbar im Foto versteckt.

Der Windows Explorer zeigt einen Teil dieser versteckten Informationen an, zum Beispiel den Kameratyp, aber auch den genauen Zeitpunkt der Aufnahme, sowie Brennweite, Belichtungszeit und einiges mehr. Jede Kamera hinterlegt andere Informationen.

JPG Stripper

Wer nicht möchte, dass diese Informationen im Foto bleiben, kann sie mit der kostenlosen Software JPG Stripper bequem entfernen. Einfach die Bilder ins Programmfenster ziehen – schon werden die versteckten Infos gelöscht. Allerdings unwiederbringlich.

Hier gibt’s den JPG Stripper:

http://www.steelbytes.com/?mid=30&cmd=download&pid=15