Beim Kauf neuer Software lässt sich leicht bares Geld sparen. Der Trick: Wer statt zur teuren Standardversion zur günstigen OEM-Version greift, kann je nach Produkt mehr als 100 Euro pro Lizenz sparen. Während XP Home in der normalen Version mit knapp 200 Euro zu Buche schlägt, gibt es die OEM-Version bereits für rund 70 Euro.

Doch was sind OEM-Versionen überhaupt? OEM steht für „Original Equipment Manufacturer“, zu Deutsch: Originalversion für Hardwarehersteller. OEM-Versionen werden meist zusammen mit einem neuen PC oder Notebook verkauft, werden aber auch günstig bei ebay oder in anderen Onlineshops angeboten. Größter Unterschied zur „normalen“ Version: OEM-Versionen kommen ohne bunte Verpackungen und Werbeaufkleber aus; sie stecken ganz schlicht in neutralen Pappkartons oder CD-Hüllen. Funktionsumfang und Leistung sind bei beiden Produktvarianten aber gleich.

Getrost ignoriert werden können übrigens die Hinweise der Softwarehersteller, dass OEM-Versionen an die Hardware gekoppelt seien und ein Verkauf ohne Hardware verboten sei. Der Bundesgerichtshof hat eindeutig entschieden, dass etwa der Verkauf von Microsoft-OEM-Software auch ohne Hardware zulässig ist. Einzig die Garantieansprüche sind bei OEM-Software eingeschränkt. Ansprechpartner im Garantiefall ist nicht der Softwarehersteller wie Microsoft, sondern der Hardwarehersteller, der die OEM-Software verkauft.