Im Sommer wird es nicht nur den PC-Benutzern heiß. Auch der Computer selbst steht bei hohen Temperaturen vor dem Hitze-Kollaps. Auch er mag es lieber kühl. Zu hohe Temperaturen quittiert der Rechner mit einem höheren Lärmpegel, da die Lüfter auf vollen Touren laufen. Bei 3D-Spielen kommt es zu sporadischen Grafikfehlern wie eingefrorenen Bildern oder Streifen. Auch plötzliche Abstürze sind oft die Folge von überhitzten Bauteilen.

Viele Anwender machen es sich einfach; sie entfernen einfach die Gehäuseabdeckung, um dem Rechner zu mehr Frischluft zu verhelfen. Eine fatale Fehlentscheidung, denn das bewirkt genau das Gegenteil. Im PC muss ein ständiger Luftstrom von vorne nach hinten stattfinden. Nur im geschlossenen Gehäuse wird die kühle Luft vorne angesaugt, dann an Prozessor und Grafikkarte vorbeigeleitet und durch das Netzteil hinten wieder ausgegeben. Wird die Abdeckung entfernt, gibt es keinen geregelten Luftstrom mehr – die Luft wird nur kreuz und quer verwirbelt; die kühlende Wirkung bleibt aus. Daher sollte auch im Sommer das Gehäuse stets geschlossen bleiben.

Wichtig als weitere Maßnahmen zur Vermeidung des Hitze-Kollaps: Die Lufteinlässe nicht versperren und gelegentlich mit einem Staubsauger von Staub und Schmutz befreien. Vor und vor allem hinter dem Rechner sollte genügend Platz bleiben, damit die warme Abluft ungehindert abziehen kann. Wichtig für Notebook-Besitzer: Viele Modelle lassen sich durch Klappen hinten leicht schräg stellen, damit die Luft auch unter dem Gehäuse zirkulieren kann. Ein schmales Buch oder ähnliches tut es auch – solange die Lüftungsschlitze nicht verdeckt werden.