Wenn es um die Berechnung der Speicherkapazität geht, nehmen es Festplattenhersteller gerne nicht ganz so genau. Eine 500-GByte-Festplatte sollte auf den ersten Blick genügend Speicherplatz für 500 GByte Daten bereit stellen. Doch weit gefehlt: Tatsächlich sind es nur 465,65 GByte. Eine Festplatte mit 1 TByte (Terrabyte) schafft es sogar nur auf 931,32 Gigabyte. Zwischen angegebener und tatsächlicher Kapazität klafft bei allen Festplatten eine Lücke von knapp sieben Prozent. Woran liegt das?

Die Antwort ist einfach: Die Hersteller geben die Kapazität auf Grundlage des Dezimalsystems an und rechnen 1 Gigabyte = 1.000.000.000 Byte. Das rechnet sich zwar einfacher und macht auf dem Papier auch eine gute Figur, ist aber falsch. Denn eigentlich basieren die Größenangabe in der Computer wie KByte, MByte oder GByte auf dem Binärsystem, und hier sind 1 KByte = 1.024 Byte und 1 GByte = 1.037.741.824 Byte. Die Hersteller rechnen sich die Festplattengrößen einfach schön. 1 Terabyte liest (und verkauft) sich schließlich besser als 931 Gigabyte.

Um die wahre Festplattengröße zu ermitteln, gibt es eine einfache Formel. Wer die Herstellerangabe mit 0,9313 multipliziert, erhalt grob die tatsächliche Größe. Bei einer 750-GB-Platte sind das zum Beispiel 698, 47 GB (750 mal 0,9313).

2 Kommentare
  1. maximaximal
    maximaximal sagte:

    Danke für den Multiplikator! Ich bin auf der Suche nach einer passenden Backupfestplatte als zusätzliche Sicherung für ein NAS, und muss jetzt zum Glück nicht mehr nur grob schätzen 😉

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