Wikipedia lebt vom Mitmachen. Beim Online-Lexikon kann jeder mitwirken und neue Beiträge schreiben oder bestehende Artikel korrigieren. So viel Freiheit hat aber auch Schattenseiten. Da jedermann die Artikel bearbeiten kann, gehören Manipulationen fast zur Tagesordnung. Kritische Themen werden schöngeredet oder kurzerhand gelöscht, meist direkt von den betroffenen Unternehmen. Zum Glück ist die Wikipedia-Community wachsam. Die freiwilligen Redakteure steuern meist sofort gegen und korrigieren die Manipulationen gleich wieder. Ein bitterer Beigeschmack bleibt trotzdem.

Etwas Licht ins Dunkel bringt ein interessanter Onlineservice. Mit dem “Wikipedia-Scanner” lässt sich die gesamte Enzyklopädie nach Änderungen durchsuchen, die von Benutzern aus bestimmten IP-Bereichen durchgeführt wurden. Beobachtet werden dabei vor allem IP-Netze von Firmen und Organisationen. Das macht Sinn, da viele Manipulationen direkt von den Firmenrechnern der in den Artikeln vorkommenden Unternehmen vorgenommen werden.

In der Suchmaske einfach den Firmennamen und/oder Ort eingeben und schon erscheint eine Liste passender Firmen und die Anzahl der aus diesen IP-Netzen modifizierten Beiträge. Über die Schaltfläche “Wikipedia edits Ahoy” lassen sich auch gleich die entsprechenden Wikipedia-Artikel aufrufen. Interessant ist auch die Übersicht “Eine Liste von manipulierten Einträgen”. Hier sind Dutzende Lexikoneinträge aufgeführt, die absichtlich von Firmen und Organisationen manipuliert wurden.

Mit dem “Wikipedia Scanner” Manipulationen aufdecken:

http://wikiscanner.virgil.gr/index_DE.php