Mit dem Flugzeug von der einen US-Küste zur anderen zu fliegen, dauert mindestens fünf Stunden. Auch mit dem Auto ist man ewig unterwegs. Wie lange dauert es da wohl, dieselbe Strecke mit einem Segway hinter sich zu bringen? Das sind diese fahrbaren Roller für Erwachsene. 100 Tage sind nötig. Aber das kann sich lohnen, wenn ein schöner Dokumentarfilm dabei entsteht. Den gibt es nur im Internet zu sehen. Nur einer von drei Video-Surftipps. Außerdem: Michael Jackson und sein weißer Handschuh. Und: Spezialeffekte wie in Hollywood – von Hobbyfilmern gemacht.

Wie lange dauert es, wenn man mit so einem Segway von Boston nach Seattle fährt, also von der Ost- an die Westküste? Etwa 100 Tage. Denn ein Segway trödelt mit 10 Meilen pro Stunde durch die Gegend. Nicht gerade schnell – aber so sieht man einfach mehr.

Hunter Weeks und Josh Caldwell haben es ausprobiert – und einen Dokumentarfilm über ihre ungewöhnliche Reise gedreht. Ein Road Movie der etwas anderen Art. Unter http://www.10mph.com kann man sich den wirklich originellen, gut gemachten Dokumentarfilm anschauen.

10 Miles per Hour belegt eindrucksvoll: Gemächlich Reisen hat was. Viel Spaß beim Angucken… Der Film ist übrigens 92 Minuten lang.

http://www.10mph.com

Auch auf dieser Webseite geht es um ein ausgefallenes Video. Michael Jackson bei einem Auftritt in den 70er Jahren. Jackson trägt einen weißen Handschuh, und die Internetgemeinde war aufgerufen, den weißen Handschuh in jedem einzelnen der über 10.000 Bilder der Aufzeichnung zu markieren. Manuell.

Unter http://www.whiteglovetracking.com kann man das Ergebnis sehen: Der weiße Handschuh, penibel markiert. Nur: Wozu das alles? Ganz einfach: Weil man damit spannende Sachen anstellen kann. Auf der Homepage gibt es zum Beispiel wild aussehende Bewegungsprofile. Verrückte Internetkunst sozusagen.

Mein Favorit: Dieses Video. Giant Glove. Riesiger Handschuh. Auch ein Ergebnis des Projekts – und wirklich witzig.

http://www.whiteglovetracking.com

Und weil’s so schön war, noch ein drittes Video. Dieser kleine Filmausschnitt, der aussieht wie die Landung in der Normandie aus “Der Soldat James Ryan” –, ist eben nicht in Hollywood entstanden, sondern das Ergebnis tagelanger Arbeit einiger Hobbyfilmer.

Wohlgemerkt: Drei. Unter http://www.aks-surftipps.de/normandie kann man sich das anschauen: Drei Schauspieler am Original-Strand von Omaha Beach. Immer wieder aufgenommen. Laufend. Kraxelnd. Sich verteidigend.

Manchmal mit grünem Tuch dahinter, für die Spezialeffekte. Danach ein paar Fotos von Kriegsausstattung gemacht. Ein paar Explosionen abgefilmt. Der Rest: Trickeffekte am Computer.

Das Ergebnis ist jedenfalls tadellos: Von einem sündhaft teuren Hollywoodschinken kaum zu unterscheiden. Erstaunlich, was heute alles am Computer geht.

http://www.aks-surftipps.de/normandie