Sicherheitsbewusste Windows-Anwender schauen oft neidisch auf die Linux-Gemeinde. Denn bei Linux gibt es mit dem Befehl „sudo“ ein mächtiges Hilfsmittel, um Anwendern ohne Administratorrechte die Installation von Software oder Änderungen an der Systemkonfiguration zu gestatten. Mit dem „sudo“-Befehl erhalten Anwender temporär Administratorrechte und können unter ihren Benutzernamen Installation durchführen. Mit dem Gratisprogramm „sudown“ gibt es den „sudo“-Befehl jetzt auch für Windows XP.

„Sudown“ funktioniert wie das Linux-Original. Es gestattet Standardbenutzern, systemnahe Aufgaben mit Administratorrechten durchzuführen – allerdings erst nach der Eingabe des Zugangskennworts. Das gilt auch für den Administrator, der erst durch nochmalige Eingabe des Passworts Systemänderungen vornehmen kann. Um ein Programm mit „sudo“-Rechten zu starten, muss mit der rechten Maustaste auf die Programmdatei oder Verknüpfung geklickt und aus dem Kontextmenü der Befehl „# sudo“ aufgerufen werden. Im Dialogfenster „Start | Ausführen“ werden Befehle durch Voranstellen von „sudo“ mit erhöhten Rechten gestartet. Bei beiden Varianten gilt: Erst wenn das Anmelde-Kennwort eingeben wurde, wird das entsprechende Programm mit Administratorrechten gestartet.

Sollen auch Standardbenutzer den „sudo“-Befehl nutzen dürfen, müssen sie zuvor in die Benutzergruppe „sudoers“ aufgenommen werden. Hierzu die Eingabeaufforderung im Administratormodus öffnen (Rechtsklick auf „Start | Alle Programme | Zubehör | Eingabeaufforderung“ und „Als Administrator ausführen“) und den folgenden Befehl einfügen:

net localgroup sudoers /add

Wobei durch den entsprechen Anmeldenamen des Benutzers ersetzt werden muss.

Sudo gibt es jetzt auch für Windows XP:

http://sudown.sourceforge.net