Arbeitsspeicher ist mittlerweile so günstig, dass selbst 4 GB RAM – früher purer Luxus – für knapp 200 Euro zu haben sind. Viele Anwender nutzen die Schnäppchenpreise, um den Rechner kräftig aufzurüsten, etwa von 1 auf 2 GB oder direkt auf 4 GB. Doch aufgepasst: Nicht jeder Rechner und vor allem jedes Betriebssystem verträgt unendlich viel Arbeitsspeicher. Bei Windows ist bereits bei 3 GB Schluss. Trotz 4 GB eingebautem RAM zeigt Windows im Task-Manager nur etwas mehr als 3 GB an. Wo ist der Rest?

Die fehlende Speichermenge hat zwei Gründe: Zum einen sind normale Windows-Systeme nicht für die Aufrüstung auf 4 GB oder mehr ausgelegt. Die 32-Bit-Versionen von Windows XP und Windows Vista können maximal etwas über 3 GB Speicherplatz nutzen. Erst die 64-Bit-Versionen von Windows XP und Windows Vista schöpfen die kompletten 4 Gigabyte RAM aus – allerdings nur, wenn die Hardware mitspielt. Denn einige Rechner sind mit Motherboard-Chips und BIOS-Versionen ausgestattet, die ebenfalls bei 3,2 bis 3,5 GB die Grenze ziehen.

Daher kann es passieren, dass trotz modernem 64-Bit-Betriebssystem auch unter Windows Vista 64 nur 3,3 der 4 GB Speicher zur Verfügung stehen. Wer seinen Rechner mit Speicher und 64-Bit-Systemen aufrüsten möchte, sollte vorher prüfen, ob die Hardware mitmacht. Eine Anfrage beim Support des Herstellers sorgt für Klarheit und verhindert Fehlinvestitionen.