Das Kopieren von Dateien gehört eigentlich zu den einfachsten Aufgaben des Betriebssystems. Doch wehe, die Dateien werden zu groß. Sind zum Beispiel Filme größer als 1 GB und werden sie über das Netzwerk kopiert, erscheint bei Windows Vista mitunter eine Fehlermeldung oder der Kopiervorgang dauert mehrere Minuten. Schuld ist ein Vista-Dienst, der die Übertragungsgeschwindigkeit im Netzwerk überwachen und eigentlich optimieren soll.

In der Standardeinstellung verwendet Vista eine Technik namens “ TCP Window Scaling“ bzw. „Receive Window Auto-Tuning“, um schrittweise die Übertragungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Eigentlich eine gute Sache. Allerdings nur, wenn Router, Switches oder Netzwerkkarten mitmachen und die Technik unterstützten. Fehlt bei einer Komponente das „Window Scaling“-Feature kommt es zur Fehlermeldung oder zu drastisch reduziertem Tempo. In diesem Fall sollte die Netzwerkoptimierung deaktiviert werden. Hierzu im Startmenü mit der rechten(!) Maustaste auf „Alle Programme | Zubehör | Eingabeaufforderung“ klicken und den Befehl „Als Administrator ausführen“ aufrufen. Im DOS-Fenster den folgenden Befehl eingeben und mit [Return] bestätigen:

netsh interface tcp set global autotuninglevel=disabled

Die Fehlermeldungen beim Kopieren und das langsame Übertragungstempo gehören damit der Vergangenheit an.

Wichtig: Die Konfigurationsänderung sollte nur vorgenommen werden, wenn es beim Kopieren zu Fehlern kommt. Sind alle Netzwerkgeräte fit für die TCP-Window-Scaling-Technik geht es mit aktiviertem „autotuninglevel“ schneller durchs Netz. Um wieder zur Standardeinstellung zurückzukehren genügt der Befehl

netsh interface tcp set global autotuninglevel=normal