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Googlen mit Komfort

22.09.2008 | Von Jörg Schieb

Tipps

Es wird dieser Tage viel geschimpft auf und über Google – aber auf die Suchmaschine selbst möchte wohl kaum jemand verzichten. Vor allem in Deutschland ist Google unangefochten die Nummer eins, wenn es darum geht, irgendetwas im Netz zu finden. Über 80 Prozent aller Suchanfragen wickelt hierzulande Google ab.

Dabei kennen die meisten User nur einen Bruchteil der Möglichkeiten, die Google bei der Recherche bietet – und nutzen die Suchmaschine daher auch nicht optimal aus. Schade, denn wer sich mit einigen Extras und versteckten Funktionen vertraut machen, kann dem Suchdienst deutlich bessere Ergebnisse entlocken.

Suchen auf einer bestimmten Site

Beispiel: Viele Webseiten bieten keine oder nur eine grottenschlechte Suchfunktion. Sobald ich feststelle, dass die Suchfunktion einer Webseite nichts taugt, befrage ich lieber gleich Google. Das geht ganz einfach, indem der Präfix „site:“ benutzt wird. Einfach die Domain angeben, auf die sich die Suche beschränken soll, fertig. Mit „site:handelsblatt.com schieb“ etwa finden Sie blitzschnell alle Artikel von mir, die im Onlineangebot des Handelsblatt erschienen sind. Natürlich lassen sich auch noch weitere Suchbegriffe angeben, etwa „site:handelsblatt.com schieb +outlook“.

Manchmal ist weniger mehr – und da kommt das Minuszeichen ins Spiel. Immer noch wissen viele nicht, dass sich eine Suchanfrage eingrenzen lässt, indem einzelne Begriffe oder Wörter ausdrücklich ausgeschlossen werden. Der Suchauftrag „-helmut kohl“ fördert nur Webseiten zutage, in denen es nicht um den Ex-Bundeskanzler geht, sondern um andere Personen mit dem Namen Kohl, oder eben ums Gemüse. Wer keine eBay-Seiten in den Trefferlisten sehen möchte, ergänzt seinen Suchbegriff einfach um „-ebay“. Es ist so einfach – und dennoch effektiv.

Synonyme verwenden

Aber Google kann noch mehr. Einige besonders interessante Funktionen sind allerdings gut versteckt – oder noch nicht mal offiziell dokumentiert. Kaum einer weiß zum Beispiel, dass Google auf Wunsch auch nach Synonymen suchen kann. Wer „James Bond Video“ ins Suchfeld tippt, bekommt Webseiten präsentiert, auf denen es um James-Bond-Videos geht. Aber nur einen Teil der Webseiten, denn manche verwenden nicht den Begriff „Video“, sondern „VHS“, „DVD“ oder „Film“ – und werden entsprechend nicht gefunden.

Wer sich jedoch der Synonymsuche in Google bedient, findet aber auch diese Seiten. Dazu einfach dem Suchbegriff eine Tilde („~“) voranstellen. Das ist der entscheidende Hinweis für Google, auch nach verwandten Begriffen zu fahnden. Mit „buch ~kaufen“ sucht Google auch „bestellen“. Leider kann man nirgendwo nachschauen, welche Synonyme Google kennt, aber praktisch ist diese Deluxe-Suche auf jeden Fall.

Gesichter finden

Die letzte Spezialfunktion, die ich Ihnen verraten möchte, ist in der Bildersuche von Google versteckt. Wer nur nach Porträts fahnden möchte, kann Google tatsächlich anweisen, die Ergebnisse entsprechend zu filtern. Google kann unterscheiden, ob auf einem Foto eine Person abgebildet ist oder nicht. Beispiel: Suchen Sie unter imags.google.de nach „kohl“, erscheinen nicht nur Bilder vom Altkanzler, sondern auch Fotos vom Gemüse.

Wird die Suchanfrage in der Adresszeile um die kryptische Erweierung „&imgtype=face“ ergänzt, filtert Google wie von Zauberhand die Porträtaufnahmen heraus. Es erscheinen nur noch Personen, selbst Gruppenbilder werden rausgefiltert. Ungemein praktisch.




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