Es gibt immer mehr anspruchsvolle Programme, die nicht auf dem eigenen PC installiert werden, sondern im Web laufen. Prominentes Beispiel ist Google Text&Tabellen oder Adobes Photoshop Express. Browser und ein Internetzugang genügen, um Office-Dokumente zu erstellen oder Grafiken direkt im Web zu bearbeiten.

Alle Schritte werden direkt im Browser durchgeführt, das eigentliche Programm läuft auf Servern im Internet. Der Nachteil dabei: Das Browserfenster nimmt mit seinen ganzen Symbolleisten und Schaltflächen einen großen Teil des Bildschirmbereichs ein. Und wer die Web-Anwendungen in einem Tab laufen lässt und versehentlich den Browser schließt, beendet auch das Web-Programm.

Damit das nicht passiert, lassen sich Web-Anwendungen mit einem Gratistool wie „echte“ Programme laufen lassen – inklusive eigenem Programmfenster und Schaltfläche in der Taskleiste.

Mit dem kostenlosen Zusatzprogramm „Prism“ vom Firefox-Hersteller Mozilla geht das ganz einfach. Nach der Installation und dem Start richtet Prism – wie es sich für ein richtiges Programm gehört – für beliebige Web-Anwendungen eine Verknüpfung im Startmenü oder auf dem Desktop ein. Einfach die Internetadresse (für Google-Office zum Beispiel http://docs.google.com/?hl=de#) und einen passenden Namen eingeben, die gewünschte Konfiguration einstellen und auf OK klicken. Jetzt lässt sich das Web-Programm ganz normal über das Startmenü, das Desktop-Icon oder die Schnellstartleiste starten. In der Taskleiste erhält es ein eigenes Programmicon. Und das Beste dabei: Überflüssigen Schnickschnack wie Browser-Schaltflächen und -Symbolleisten sind passé.

„Prism“ macht aus Web-Applikation echte Anwendungen:

http://labs.mozilla.com/projects/prism/