Gewinner „Wege ins Netz 2009“

Die Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zeichnet bereits zum sechsten Mal Projekte rund um das Internet aus. Eine Initiative, die im Internet unterrepräsentierten Gruppen auf vorbildliche Weise den Weg ins Netz weisen sowie deren Kompetenz im Umgang mit dem Internet ausbauen und fördern will.

Der Wettbewerb Wege ins Netz richtet sich an öffentliche Einrichtungen und Organisationen sowie Unternehmen und private Initiativen, die mit ihren Projekten Menschen an das Internet heranführen und sie im Umgang mit den Neuen Medien weiterqualifizieren. Die Wettbewerbsbeiträge werden von einer erfahrenen Jury bewertet – die Besten werden mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 20.000 Euro ausgezeichnet.

2009 prämiert „Wege ins Netz“ die besten Projekte und Initiativen in drei Kategorien: „Frauen“, „Seniorinnen und Senioren“ sowie „Kinder und Jugendliche“. Damit legt der Wettbewerb in diesem Jahr den Fokus stärker auf die Gesellschaftsgruppen, die bislang im Netz noch wenig vertreten sind beziehungsweise (besonders im Hinblick auf Kinder und Jugendliche) einer Begleitung auf den ersten Wegen ins Netz bedürfen.

Preisträger: Kranke Kinder ans Netz

Wenn Kinder krank werden, schwer krank, und viel Zeit im Krankenhaus verbringen müssen, ist das besonders schlimm. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für Familie und Freunde. Denn die kranken Kinder sind dann plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten.

Genau das will das Projekt mit dem Namen Kranke Kinders ans Netz ändern, und zwar, indem die Kinder im Krankenhaus mit Notebook ausgestattet werden. Damit können sie dann Kontakt zu Familie, Freunden und Schulkameraden halten.

„Kranke Kinder ans Netz“ ist der Gewinner in der Kategorie „Kinder und Jugendliche“. Unter www.krakian.de kann jeder sehen, was sich die Kinderklinik Tübingen vorgenommen hat, wie die Kinder mit Notebook am Krankenbett surfen, mailen und chatten können. Wichtig ist, dass die Kinder nicht einfach nur mit der nötigen Technik ausgestattet werden, sondern dass es auch eine pädagogische Betreuung gibt. Eine exzellente Idee, die am besten ganz schnell Schule macht.

Und weil Projekte wie dieses leider nicht ohne Finanzhilfen auskommen, also ohne Spenden und Patenschaften, finden sich auf der Seite auch reichlich Hinweise, wie man das Projekt finanziell unterstützen kann.

Preisträger: Frauenseiten Bremen

In der zweiten Kategorie – „Frauen“ – hat ein Portal gewonnen, das auf den ersten Blick und vom Namen her zwar nur für eine bestimmte Region gemacht zu sein scheint, aber letztlich für Frauen in ganz Deutschland interessant ist. www.frauenseiten.bremen.de ist Onlinemagazin, gemacht von Frauen für Frauen.

Die Webseite bietet konkrete Hilfestellungen sowie Tipps, Dinge, die man oder besser frau wissen muss oder wissen sollte. Was ist los in Bremen, Bremerhaven und Umgebung? Wo lohnt es sich hinzugehen? Wenn betreffen die neuen Hartz-IV-Sätze? Wo kann man günstig Sport treiben oder sich mit anderen treffen? Die Bremer Frauenseiten verraten es.

Die Kategorie „Leben mit Kindern“ richtet sich vor allem an Mütter – und natürlich auch Väter. Hier gibt es zum Beispiel konkrete Tipps, wie man seine Kinder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen kann, welche finanziellen Hilfen angeboten werden, aber auch Informationen über Magersucht und Bulimie. Und wer noch nicht so recht weiß, was Twitter eigentlich ist, kann das in der Kategorie „Multimedia und Technik“ erfahren.

Spannend und anregend auch die Porträts von Unternehmerinnen oder Künstlerinnen. Ein denkbar breites Themenspektrum. Die Frauenseiten Bremen laden zum Mitmachen ein: Wer Lust hat, kann Artikel schreiben und einsenden oder sich anderweitig beteiligen. Lesenswert sind die vielen Artikel auf jeden Fall.

Preisträger: Onlinerland Saar

Beim dritten Gewinner geht es vor allem um Medienkompetenz: Die Angst vor dem Internet nehmen, die Chancen aufzeigen, die Leute fit machen für World Wide Web, für E-Mail, Chat und Onlinebanking. Das ist das Ziel der Initiative Onlinerland Saar„, Preisträger in der Kategorie „Seniorinnen und Senioren“.

Unter www.onlinerland-saar.de kann sich jeder darüber informieren, was die Initiative so alles auf die Beine stellt. Am schwierigsten ist es für viele Seniorinnen und Senioren, sich zum ersten Mal zu trauen, online zu gehen. Deswegen gibt es „Kaffee, Kuchen, Internet“, eine Infoveranstaltung, die in den unterschiedlichsten Städten und Orten stattfindet. Hier können sich neugierige Seniorinnen und Senioren ungezwungen informieren, sie können Fragen stellen und die ersten Gehversuche im Web unternehmen – angeleitet von fachkundigen Experten.

Wer den Absprung schon geschafft hat und bereits mehr oder weniger regelmäßig online ist, kann in Aufbaukursen wie „Einkaufen im Internet“, „Interaktiv im Internet“ oder „Gesundheit im Internet“ gezielte einzelne Aspekte vertiefen.

Kursbegleitende Broschüren stehen als PDF zum kostenlosen Download bereit und können so von jedem genutzt werden.
Sie so genannten Silver Surfer, also die Seniorinnen und Senioren unter den Onlinern, sind die am schnellsten wachsende Gruppe im Internet. Danke der Initiative Onlinerland Saar und dem gut gemachten Infoportal kein Wunder.

Sonderpreis: Mobile Anwendungen

Es gab auch einen Sonderpreis „mobile Anwendungen“ dieses Jahr, ein Bereich des Internet, der derzeit besonders schnell wächst. Verdienter Gewinner ist das Projekt WebMoles aus Lübeck. Moles, das steht für „Mobile Learning Exploration System“, gemeint und bezweckt ist damit, dass eine Gruppe gemeinsam Dinge erforscht und lernt.

Das Angebot moles.mesh.de richtet sich an Kinder ab acht Jahren, eine Kombination aus Webseite und Softwarelösung. WebMoles wird auf den PC oder auf dem Handy installiert. Lehrer können multimediale, interaktive Arbeitsbögen erstellen, die sich die Kinder auf ihre Handys laden und dann gemeinsam bearbeiten, etwa um Aufgaben zu bewältigen oder Fragen zu beantworten.

Eine ganz neue Art des Lernens, ein moderner Ansatz, unter Einbeziehung moderner Technologie – vielleicht sogar wegweisend, wer weiß.

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