3D im Wohnzimmer – mit und ohne Brille

Wer sich den aktuellen Blockbuster Avatar anschauen will, hat in manchen Kinos die Qual der Wahl: Traditionell – oder lieber ganz effektvoll in 3D? Viele schauen sich das Spektakel in der 3D-Fassung an und tragen stundenlang eine spezielle 3D-Brille auf der Nase.

3D ist derzeit voll en vogue und auch ein großes Thema auf der Consumer Electronics Show (CES), eine der größten Messen für Unterhaltungselektronik, die derzeit in Las Vegas stattfindet. Ob Fernsehgerät, Beamer, BluRay-Player, PC oder Fotoapparat: Nahezu jede Gerätewelt ist irgendwo auf den Messefluren auch mit 3D-Funktion zu bestaunen.

Vor allem die Fernsehwelt setzt auf die dritte Dimension. Die ersten 3D-tauglichen Fernseher gibt es bereits. Bei einigen muss man die farbigen Brillen aufsetzen, um in den Genuss der dritten Dimension zu kommen, bei anderen so genannte Shutter-Brillen (da wird abwechselnd das linke und rechte Auge abgedunkelt). Grundsätzlich ist auch 3D ohne Brille möglich. Allerdings leidet dann die Bildauflösung – und man muss an einer ganz bestimmten Position vor dem Fernseher sitzen. Noch nicht wirklich praxistauglich, meinen die meisten Experten.

Aber was sollen die 3D-Fernseher zeigen? Filme mit räumlicher Tiefe liefern zum Beispiel spezielle Blu-Ray-Player, die mit einer 3D-Option ausgerüstet sind. Auch Sonys Spielekonsole Playstation 3 wartet mittlerweile mit 3D-Spielen auf. In den USA geht ein Fernsehkanal an den Start, der rund um die Uhr 3D-Filme zeigt, vor allem Dokumentationen und Naturbilder. Selbst einige Sportsender haben angekündigt, einzelne Sportveranstaltungen auch in 3D auszustrahlen. Zumindest in den USA ist ein 3D-Fieber ausgebrochen.

Ich persönlich halte das alles allerdings für absoluten Humbug. Wer möchte sich denn dauerhaft mit einer Hightech-Brille auf der Nase vor den Fernseher setzen? Das macht man vielleicht ein, zwei Mal, um das dreidimensionale Erlebnis zu genießen. Aber dauerhaft? Man stelle sich vor: Die ganze Familie sitzt vor dem Fernseher, und alle haben eine Brille auf…

Nein, ich kann mir beim besten Wille nicht vorstellen, dass sich 3D zu Hause durchsetzt. Im Kino, einverstanden. Aber nicht zu Hause. Könnte gut sein, dass in Las Vegas eine Modeerscheinung zu sehen ist, die ganz schnell wieder in der Versenkung verschwindet. Ärgerlich für alle, die dann – als „Early Adaptors“ – in die neue Technologie investiert haben

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