SSD-Festplatten sind rasend schnell. Hier kommen die Daten nicht von einer rotierenden Scheibe, sondern aus Speicherchips. Stellt sich nur die Frage, ob SSD-Festplatten auch unter Fragmentierung leiden und defragmentiert werden sollen. Die klare Antwort: Nein.

Bei normalen Festplatten ist Defragmentierung ein Problem, da der Schreib- und Lesekopf über die Platten huscht und Zeit verliert, sobald die Daten verstreut auf dem Datenträger liegen. Das kann bei SSD-Festplatten nicht passieren. Hier gibt es keinen Schreib-/Lesekopf, also auch keinen Zeitverlust durch Fragmentierung.

Ein weiterer und wichtiger Grund, warum SSD-Festplatten nicht defragmentiert werden sollten: SSDs-Datenträger vertragen nur eine begrenzte Zahl von Schreibzyklen pro Speicherzelle. Je mehr darauf rumgeschrieben und verschoben wird, umso schneller neigt sich die Lebensdauer der SSD dem Ende.

1 Antwort
  1. SmartSirius
    SmartSirius sagte:

    Das ist doch völliger Käse!

    Eine SSD muss ebenso defragmentiert werden. Zwar nicht so häufig (normalerweise nur 1x in 2-3 Monaten, aber es MUSS getan werden) wie normale HDDs, aber defragmentieren ist Pflicht.

    Was oben steht ist nämlich nur die Theorie! Die Praxis in der Nutzung (ich habe 2 SSDs, 1 superschnelle 80 GB Postville G2 von Intel und eine Supertalent GX mit 64 GB) sieht wiederum ganz anders aus.

    Es ist so. Klar haben SSDs Speicherchips. Aber die Anzahl der I/Os – also der Operationen pro Sekunde ist sehr begrenzt bei einfachen Modellen. Was das heißt? Ganz einfach: Mehr als diese Anzahl der I/Os kann nicht gelesen bzw. geschrieben werden.

    Das heißt im Klartext: Defragmentieren nützt wirklich nichts, wenn man schneller im Lesen bei SSDs sein will. Aber fürs Schreiben wird es eines Tages brenzlig, wenn eine wichtige Windows-Datei z.b. aus sagen wir 100000 Fragmenten besteht.

    Der Vorgang, was passiert, um diese Datei zu lesen…

    a) Alle Fragmente werden im Cache der SSD vermutlich zusammengesetzt (bei HDDs ist es nicht anders!). So, das dauert, denn jeder Lesevorgang benötigt 0,1 ms (zwar nicht viel aber dennoch!). Und da die IO/S begrenzt sind, nämlich beim Lesen ca. 30000 – dauert es ungefähr 3 Sekunden bis die Datei geladen ist! Zum Vergleich: Wenn die Datei defragmentiert ist, würde es noch nichtmal 1 Sekunde dauern. So, und das ist gängig – bei mir sind schon alle wichtigen Bereiche rot und die SSD wird von Tag zu Tag langsamer um ein paar Prozent. Das merkt man schon, wenn die auf einmal nur noch mit 200 MB/S statt mit 250 MB/s liest! Und erst das schreiben!

    Man sieht: Beim Lesen lohnt es sich nicht wirklich, es sei denn, die SSD ist katastrophal fragmentiert. Aber das Schreiben ist kompliziert, und Schreibvorgänge brauchen in der Regel viel mehr Zeit (nämlich so ca. 0,5 – 1 MS bei guten Modellen wie der Intel G2 Postville!). So – und was passiert wohl, wenn die SSD viel schreiben muss, aber der freie Platz total willkürlich auf der SSD verteilt ist? Na ganz einfach:

    Es dauert erheblich länger, bis die SSD alles geschrieben hat, die Leistung sinkt rapide ab! So kann es passieren, dass eine anfangs noch mit 80-100 MB/S schreibende Intel G2 Postville plötzlich nur noch mit 40 oder 50 MB/S schreibt. Und das merkt man! Da kanns dann doch mal zum Stottern kommen (vom Betriebssystem! Selbst schon erlebt beim Extremfall!). Probiert es aus.

    Daher mein Tipp: Nicht auf die Leute hören, die sagen SSDs soll man nicht defragmentieren. SSDs müssen wie jede andere Platte auch defragmentiert werden.

    Nur eben nicht so häufig! Einmal in 3 Monaten reicht denke ich. Man kanns ja testen. Wenn die SSD nicht langsamer wird, sollte man es lieber lassen. Aber hier schwankt es erheblich bei mir in der Geschwindigkeit. Und das, obwohl gerade mal 25 % der SSD (80 GB) gefüllt sind! 40 % Fragmentierung! Und das merkt man doch ab und zu – wenns mal wieder etwas länger als gestern dauert… 😉

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