Ob Heinrich der Löwe, Barbarossa, Bismarck, Reichsgründung, Dreißigjähriger Krieg oder der berühmte Gang nach Canossa: Alles schon mal gehört, zumindest in der Schule. Aber so richtig spannend war es oft nicht, was die Lehrer über unsere berühmten Ahnen von zu sagen hatten. Ganz anders in der zehnteiligen Dokumentation zur deutschen Geschichte, die im Herbst 2008 im ZDF lief. «Die Deutschen» ist eine aufwändig produzierte Serie, packend, bunt und dazu noch lehrreich.

Der große historische Bogen reicht von den Anfängen unter Otto dem Großen im zehnten Jahrhundert über Barbarossa und Bismarck bis hin zur Proklamation der ersten deutschen Republik durch Philipp Scheidemann im November 1918. Alles entscheidende Wendepunkte der deutschen Geschichte, szenisch rekonstruiert im Spielfilmstil. Insgesamt warten zehn ereignisreiche Episoden darauf, angeschaut zu werden. Hochkarätige 3D-Grafiken und Computeranimationen verdeutlichen die Hintergründe. Die Webseite bietet eindrucksvolle Aufnahmen von historischen Schauplätzen und geschichtlich bedeutungsvollen Bauten zu sehen.

Die historischen Wendepunkte und ihre wichtigsten Protagonisten, dargestellt in Filmen und erläutert von Experten – viel mehr packende Zeitreise geht kaum. Wem das als Gesamtmenü zu üppig ist: Im Web kann jeder selbst entscheiden, wie viel er sehen will, auch was und wann. Einfach das gewünschte Thema aufrufen, etwa «Luther und die Nation» oder «Napoleon und die Deutschen» oder sich auf einem Zeitstrahl den gewünschten Zeitpunkt herauspicken – schon erscheint der passende Filmausschnitt.

Als Bonus für alle an Filmtechnik Interessierten bietet das ZDF einen Blick hinter die Kulissen der Produktion an: Details zum Making-Of mit Bildern von den Dreharbeiten und Interviews mit Darstellern und Machern des Films. Zudem gibt’s die Musik aller 10 Episoden als Abrufvideo, und wer will, kann sein frisch erworbenes Wissen in einem interaktiven Test überprüfen.

www.diedeutschen.zdf.de