In Los Angeles hat sich diese Woche auf der Spielemesse E3 die gesamte Branche getroffen: Hersteller von Spielekonsolen, von Computer- und Videospielen haben gezeigt, wo es langgeht. Ein klarer Trend sind Spiele, die Gesten erkennen – also wenn der Spieler vor der Konsole, vor dem PC rumhampelt und so ins Spielgeschehen eingreift. Doch das ist nicht neu, sondern wird nur konsequent weiter entwickelt. Neu hingegen ist, was der Videogames-Abodienst Onlive der auf Spielemesse gestartet hat: Ein Streaming-Dienst für Spiele. Eine Idee, die die Games-Branche revolutionieren könnte, da sind sich die Experten einig.

Der Anbieter Onlive macht aus dem Game einen Datenstrom. Die Spielesoftware läuft nicht mehr auf der Konsole oder auf dem PC, sondern auf Servern im Internet. Der Spieler steuert das Spiel, und über die Datenleitung kommen Bilder und Sounds zurück. Vorteil: Man muss keine Software installieren und kann mit Spielern aus aller Welt zusammen spielen. Nachteil: Man braucht eine schnelle Datenleitung – und ohne Internet geht gar nichts.

Ob solche Games aus der Datensteckdose ein Renner werden, muss sich erst zeigen. Aber es ist zweifellos mal eine andere Idee: Für einen festen monatlichen Betrag aus einer großen Zahl von Onlinespielen auswählen zu können, das hat für viele zweifellos seinen Reiz.