Seit Monaten meldet Apple einen Erfolg nach dem anderen: Das kalifornische IT-Unternehmen meldet dank neuer Produkte und Onlinedienste einen Umsatzrekord nach dem anderen. Ob iPhone, iPod oder iPad, iTunes, AppStore oder iBookStore – alles scheint mehr erfolgreich zu sein. Apples Kassen klingeln laut und ungebrochen. Aus dem einstigen Underdog ist längst ein Key Player geworden. Apple ist an der Börse fast genauso viel wert wie Microsoft.

Darum suchen immer mehr Konsumenten nach Alternativen zu Apple, denn nicht jeder will in der Masse untergehen oder sich von Apple alles diktieren lassen. Beim neuesten Produkt, dem iPad, ist es noch etwas schwierig, Alternativen zu finden. Denn Apple hat mit dem iPad zweifellos eine neue Gerätegattung auf den Markt gebracht. Zwar haben bereits diverse Hersteller Geräte angekündigt, die dem iPad Paroli bieten sollen – doch verfügbar ist bislang kaum eins davon.

Alternativen zum iPad

Diese Woche startet 1&1, der DSL-Provider, mit der Auslieferung des Smartpad. Ein Gerät mit Touchscreen, allerdings deutlich kleiner – und leichter. Das Smartpad ist dazu gedacht, zu Hause auf der Couch sitzend im Web zu surfen, E-Mails auszutauschen oder Programme zu nutzen. Das kompakte Gerät wiegt nur wenige Gramm und kann ohne weiteres überall mit hingenommen werden.

Während das iPad ab 500 kostet, ist das auf Android basierende Smartpad kostenlos. Jeder Neukunde soll es bekommen, der einen DSL-Laufzeit-Vertrag abschließt. Das Smartpad kann im WLAN oder auch unterwegs online gehen, sofern ein USB-Stick mit Datenfunk aufgesteckt ist. Andere Hersteller haben vergleichbare Geräte im Angebot oder angekündigt. So hat die Berliner Firma Neofonie das WeTab angekündigt, andere Alternativen sind das HomeTablet von Archos sowie das Streak von Dell sowie einige andere.

Wenn es nur darum geht, zu Hause oder unterwegs eBooks oder Zeitschriften zu lesen, kommen andere Alternativen in Frage. Amazon bietet seinen „Kindle“ an, Kostenpunkt: 360 Dollar. Auch Sony hat einen Reader im Angebot. Mit solchen Geräten kann man aber auch wirklich ausschließlich lesen.

Alternativen zum iPhone

Vom iPhone ist mittlerweile die vierte Generation am Markt, das iPhone 4. Apple hat damit ohne Frage ein innovatives Smartphone auf den Markt gebracht. Doch andere Hersteller wie Nokia, Samsung oder Motorola haben deutlich größere Marktanteile.

Es gibt mittlerweile interessante Alternativen zum iPhone, auch für anspruchsvolle Handy-Nutzer. Besonders interessant derzeit: das Samsung S8500 Wave, das HTC Desire, das Nokia X5 und das Sony Ericsson Vivaz. Sie kommen alle mit einem großen Touchscreen daher, bieten jede Menge Speicher und Funktionen. Selbstverständlich lassen sich beliebige Anwendungen laden und benutzen, man kann online gehen und sein Handy nach eigenem Geschmack konfigurieren.

Das HTC Desire hat sogar einige Vorteile gegenüber dem iPhone. Das Android-Handy (im Inneren werkelt das Handy-Betriebssystem Android von Google) kann zum Beispiel mühelos Flash-Videos anzeigen. Ein nach wie vor großer Nachteil bei allen Apple-Geräten: Apple unterstützt zwar Youtube, aber nicht Flash, deswegen kann man Videos in der Regel nicht abspielen, zum Beispiel die Videos in der ARD-Mediathek. Das HTC Desire hat damit keine Probleme.

Ein großer Schwachpunkt beim iPhone: Der Akku. Der hält nicht besonders lange und ist beim iPhone auch nicht austauschbar. Andere Smartphones bieten austauschbare Akkus, und die meisten halten auch länger durch, obwohl auch sie große Displays bieten. Das Wave von Samsung zum Beispiel hält bis zu 50% länger durch als Apples Akku – und kann bei Bedarf jederzeit gegen einen Ersatz-Akku ausgetauscht werden.

Alternativen zu iTunes

Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld für Apple ist iTunes, einer der größten Online-Shops für Musik weltweit. iTunes ist bequem und komfortabel, vor allem für Nutzer von Apple-Geräten wie iPhone, iPad oder iPod, denn da klappt das Einkaufen der Musik besonders komfortabel, nicht nur am PC, sondern auch auf den Geräten selbst. iPhone, iPad und iPod müssen ohnehin immer wieder mit iTunes verbunden werden, wenn der User die Geräte in punkto Software auf dem neusten Stand halten will – ein geschickter Schachzug von Apple.

Es gibt aber durchaus interessante Alternativen zu iTunes, Onlineshops, die mindestens genauso viel Musik im Angebot haben, ob Musicload, Amazon, Napster oder Simfy, um nur einige zu nennen. Auch hier kann man im großen Stil Musik laden und kaufen. Anders als bei iTunes landet die Musik sogar in der Regel gleich und automatisch im MP3-Format auf der Festplatte und kann so bequem überall gehört werden, ob auf „normalen“ MP3-Playern, auf dem PC oder auf Apples Geräten.

Allerdings: Mit iTunes die Musik auf den eigenen Geräten zu verwalten, wenn es Apple-Geräte sind, ist ganz besonders komfortabel, da kommen die anderen Anbieter nicht mit.

Eine interessante Alternative ist simfy.de: Hier kann man für einen monatlichen Festbetrag, 10€, auf über drei Millionen Songs zugreifen und auch auf dem iPod/iPhone hören und abspielen, beliebig oft, beliebig lang.